Der Kosmetikhersteller Beiersdorf hat nach einem operativen Gewinnsprung im ersten Halbjahr seine Prognose weiter präzisiert. Für die Klebstoffsparte Tesa geht der DAX-Konzern nach Angaben vom Donnerstag nun von einer operativen Umsatzrendite von leicht über neun Prozent aus. Bisher war eine Ebit-Marge von leicht über acht Prozent erwartet worden.
An der Prognose für den Konzern sowie die Nivea-Sparte Consumer hielt Beiersdorf fest. Demnach soll die Umsatzrendite im Konzern auf über elf Prozent steigen (Vorjahr: 10,2 Prozent). Den operativen Gewinn steigerte Beiersdorf in den ersten sechs Monaten um 32 Prozent auf 385 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 7,8 Prozent auf 3,17 Milliarden Euro.
Vor allem die Konzerntochter Tesa trug bedeutend zum Gewinnanstieg bei. Tesa spüre Konzernangaben zufolge das anziehende Geschäft der Industriekunden. Im wichtigsten Beiersdorf-Bereich Körperpflege fiel der Inlandsabsatz, aber vor allem in Nord- und Südamerika wuchs das Geschäft kräftig.
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Trotzdem war Beiersdorf größter Verlierer im DAX. Die Aktien verloren bis zu 3,7 Prozent auf 44,16 Euro. Der Kosmetik- und Klebstoffhersteller profitiert nicht im gleichen Maße von der anziehenden Konjunktur wie seine Rivalen: der Umsatz in der Hauptsparte Kosmetik wuchs beim Umsatz lediglich um 5,7 Prozent. "Nominal betrachtet sind die Zahlen überwiegend positiv, besonders der operative Gewinnsprung", kommentierte LBBW-Analystin Iris Schäfer. "Aber im Konsumgeschäft gibt es im zweiten Quartal Rückgänge in Deutschland sowie Ost- und Westeuropa, was die guten Ergebnisse überschattet."
Quelle: ftd.de
© 2010 reuters
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