Südafrika wird für die Rüstungssparte des Rheinmetall-Konzerns zum Hoffnungsmarkt. Nach dem Mehrheitseinstieg beim größten südafrikanischen Munitionshersteller Denel im Jahr 2008 könnte der Düsseldorfer Konzern auch bei Großausschreibungen für mehr als 4000 Militär-Lkw sowie eventuell mit dem Leopard-Panzer zum Zuge kommen.
Ein Rheinmetall-Sprecher bestätigte, dass sich der Konzern bei einer Ausschreibung Südafrikas für eine Flotte neuer Militär-Lkw "sehr ernsthaft bewerben wird". Nach Angaben aus Branchenkreisen plant die Regierung am Kap unter den Projektnamen Vistula und Sapula den Kauf von mehr als 4000 Lkw verschiedener Größen und Gewichtsklassen. Das Gesamtvolumen des Auftrags wird auf mehrere hundert Millionen beziffert.
Rheinmetall gilt als finanzstark. Erst von wenigen Wochen hatte das Unternehmen eine Anleihe im Volumen von 500 Mio. Euro begeben.
Um seine Leistungsfähigkeit zu zeigen, präsentierte Rheinmetall Ende September auf der Rüstungsmesse Africa Aerospace & Defence (AAD) in Kapstadt neben seinen Militär-Lkw erstmals auch einen modernisierten Leopard-Panzer.
Die Präsentation des Kampfpanzers, der auch täglich in Vorführungen auf einem Test-Parcours gezeigt wurde, war ein Überraschungscoup des deutschen Konzerns und war zuvor nicht angekündigt worden.
Für die Rheinmetall-Rüstungssparte mit schätzungsweise 2,1 Mrd. Euro Umsatz in diesem Jahr entwickelt sich das internationale Geschäft zum Ausgleich für die aktuell in Europa diskutierten Kürzungen der Wehretats.
Rheinmetall erzielte 2009 im Rüstungsgeschäft nur noch 36 Prozent seines Umsatzes in Deutschland. Vor rund zwei Jahren war Rheinmetall beim größten südafrikanischen Munitionshersteller Denel mit 51 Prozent eingestiegen. Denel ist ein Schlüsselzulieferer wichtiger Märkte außerhalb der Nato wie Südafrika, Asien, der Mittlere Osten und Südamerika.
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