Der Internationale Währungsfonds (IWF) erhöhte seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft für 2010 um 0,4 Punkte auf 4,6 Prozent. Bereits im April hatte er seine Schätzungen auf 4,1 Prozent angehoben, zu Jahresbeginn lag der Wert noch bei 3,9 Prozent.
Angetrieben wird das globale Wachstum vor allem von aufstrebenden asiatischen Wirtschaftsmächten wie China und Indien, aber auch von Brasilien, heißt es in dem jüngsten Wirtschaftsausblick des IWF, der am Donnerstag in Hongkong vorgelegt wurde.
Bei den reichen Ländern legen Kanada und die USA am stärksten zu. Für die USA erhöhte der IWF seine Wachstumsprognose für dieses Jahr auf 3,3 Prozent von zuvor 3,1 Prozent. Moderat fällt die Erholung dagegen in Deutschland aus, allerdings wieder ein wenig besser als bisher angenommen. Der Konjunkturauftrieb werde in diesem Jahr bei 1,4 Prozent liegen und damit um 0,2 Prozentpunkte höher als zuvor prognostiziert. Für die Eurozone ließ der Währungsfonds seine Prognose für 2010 unverändert bei 1,0 Prozent.
Im kommenden Jahr allerdings sieht es für die Euro-Staaten nicht mehr so gut aus. Die IWF-Ökonomen rechnen für 2011 nun noch mit einem Wachstum von 1,3 Prozent statt der bisher prognostizierten 1,5 Prozent. Aufgrund der Schuldenkrise in Europa seien die Konjunkturrisiken "stark gestiegen", teilte der IWF mit. Ob die Wachstumserwartungen erreicht werden könnten, hänge davon ab, ob die Stabilisierung gelinge und das Vertrauen der Verbraucher in die Banken rasch wieder hergestellt werden könne.
Die Turbulenzen der Finanzkrise hätten das Vertrauen der Märkte in eine nachhaltige Erholung sinken lassen. Noch sei der negative Effekt für das globale Wachstum aber gering, da die Krise nicht auf die Wirtschaft in aufstrebenden und Entwicklungsländern übergegriffen habe
Für Deutschland sieht der IWF 2011 ein geringfügig nach unten korrigiertes Wachstum von 1,6 Prozent voraus. Die weltweite Wachstumsprognose blieb unverändert bei 4,3 Prozent. Die Erwartungen für das US-Wachstum stiegen auf 2,9 von zuvor 2,6 Prozent.
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