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02.02.2012

Insolventer Druckmaschinenhersteller: Briten kaufen Manroland-Bogendruck

Von: Gerhard Hegmann
Manroland: Die Auftragslage hat sich deutlich verschlechtert
Zoom Manroland: Die Auftragslage hat sich deutlich verschlechtert
© ManRoland
Manroland hat einen Käufer für den zweiten seiner drei Standorte gefunden: den britischen Unternehmer Langley. Ihm gehören bereits zwei Firmen in Deutschland.

Grob alle fünf Jahre kauft der britische Geschäftsmann Tony Langley Firmen in Deutschland. Mit Manroland übernimmt er mit seiner Technologiegruppe Langley jetzt zum ersten Mal ein Unternehmen aus einer Pleite. So hat der Insolvenzverwalter des Druckmaschinenkonzerns Manroland nunmehr auch für den nach Augsburg zweitgrößten Standort Offenbach und das dort angesiedelte Bogendruckgeschäft einen Käufer gefunden.

Die Langley Holdings werde sämtliche Produktionsanlagen und die Immobilien in Offenbach, sowie die komplette Vertriebsorganisation übernehmen, teilte der Manroland-Insolvenzverwalter Werner Schneider in der Nacht zum Donnerstag mit.

Dies werde „dem Standort Offenbach und dem Bogendruck eine langfristige Perspektive geben“, sagt der Insolvenzverwalter. Die künftig rund 860 Mitarbeiter in Offenbach würden entsprechend der bisherigen Personalplanungen übernommen. Einen Kaufpreis nannte ein Sprecher des Insolvenzverwalters nicht.

Der britische Unternehmer Langley erklärte, dass er gute wirtschaftliche Perspektiven für das restrukturierte Unternehmen sehe. Der Transaktion muss das Bundeskartellamt noch zustimmen.

Über die Hälfte des Umsatzes der Langley-Technologiegruppe mit rund 500 Mio. Euro Umsatz, 76 Mio. Euro Vorsteuergewinn und 2200 Beschäftigten stammten von zwei deutschen Firmen: 2001 kaufte Langley die Claudius-Peters-Gruppe in Buxtehude bei Hamburg, ein Spezialist für Zement- und Gips-Maschinen, von der Babcock-Gruppe. Claudius Peters kam 2011 auf etwa 135 Mio. Euro Umsatz. 2005 wurde dann die Piller-Gruppe aus Osterrode bei Hannover von RWE gekauft, ein Spezialist für sichere und unterbrechungsfreie Stromversorgung für Flughäfen oder Banken. Piller erzielte 2011 mit 700 Beschäftigten rund 190 Mio. Euro Umsatz.

Für den Insolvenzverwalter ist es ein Erfolg, weil er neben dem Stammwerk in Augsburg mit dem Zeitungsdruckgeschäft nun auch für die Sparte Bogendruck einen Käufer gefunden hat.

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Quelle: ftd.de
© 2012 impulse.de

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