12.01.2010

Insolventes Traditionsunternehmen: Märklin schreibt schwarze Zahlen

Der Modellbauer beschäftigt derzeit noch etwa 1000 Menschen
Der Modellbauer beschäftigt derzeit noch etwa 1000 Menschen
© AP
Noch vor Monaten sah es düster für den Modellbahnbauer aus. Inzwischen scheinen die Geschäfte besser zu laufen als erwartet. Laut Insolvenzverwalter ist zumindest der Betriebsgewinn positiv.

Märklin ist wieder auf Kurs. Im vergangenen Jahr hat der insolvente Modellbahnhersteller schwarze Zahlen geschrieben. Nach Angaben aus unternehmensnahen Kreisen hat das Göppinger Unternehmen von Anfang April bis Ende Dezember 2009 nach vorläufigen Zahlen 7 Millionen Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) erzielt. Im Gesamtjahr 2008 hatte Märklin noch einen Verlust in Höhe von 18 Millionen Euro verbucht.

Der Insolvenzverwalter Michael Pluta wollte sich nicht äußern. Er teilte aber mit, das Ebit sei deutlich positiv. Zudem erwirtschaftete Märklin seinen Angaben zufolge im Gesamtjahr 2009 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 110 Millionen Euro. Im Vorjahr hatten die Erlöse bei 128 Millionen Euro gelegen. Laut Kreisen strebt Insolvenzverwalter Pluta für 2010 einen Umsatz von 120 Millionen Euro an.

Der Spielwarenhersteller hatte im Februar 2009 Insolvenz angemeldet. Seither mussten rund 400 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Derzeit werden noch etwa 1000 Menschen beschäftigt. Der Insolvenzverwalter versucht nach früheren Angaben, aus einem Verkauf der Firma 60 Millionen Euro zu erlösen. Zum Stand der Verhandlungen wollte er sich nicht äußern.

Quelle: ftd.de
© 2010 impulse.de

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