CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich hat Angaben aus Regierungskreisen bestätigt, wonach die Bundesregierung für das nächste Jahr von einer vorsichtigen Wachstumserwartung ausgeht. "Der Bundeswirtschaftsminister nennt die Zahl von 1,4 Prozent", sagte Friedrich am Dienstag in Berlin unter Bezug auf den Jahreswirtschaftsbericht, den Minister Rainer Brüderle am Mittwoch vorlegen will.
Friedrich sagte, diese Prognose sei eher konservativ gerechnet und berücksichtige, dass die Erholung der Konjunktur zwar vorangehe, die Krise aber noch längst nicht überwunden sei. Die Wachstumskräfte müssten weiter gestärkt werden.
Unions-Fraktionsgeschäftsführer Peter Altmaier bezeichnete die Prognose als belastbare und seriöse Grundlage für die weitere Regierungsarbeit. Die Koalitionsparteien hätten dem Versuch widerstanden, die Zahlen schönzurechnen.
Die Regierung bleibt mit ihrer endgültigen Prognose noch etwas zurückhaltender als im ursprünglichen Entwurf des Berichtes. Darin war eine Wachstumsrate von eineinhalb Prozent genannt worden. Bisher war die Regierung für das laufende Jahr von einem Wachstum der Wirtschaftsleistung von lediglich 1,2 Prozent ausgegangen, während manche Experten schon von gut zwei Prozent sprachen.
Quelle: ftd.de
© 2010 reuters
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