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12.10.2010

Kalkulation für 2011: Bundesagentur rechnet mit drei Millionen Arbeitslosen


Die Entspannung am Arbeitsmarkt setzt sich fort: Nach Angaben der Behörde wird auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen weiter sinken. Das entlastet zwar den Etat. Sparen muss die Bundesagentur aber dennoch.

Die Bundesagentur für Arbeit erwartet einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr. Vorstandsmitglied Heinrich Alt sagte der "Stuttgarter Zeitung", er rechne im Jahresdurchschnitt mit drei Millionen Arbeitslosen. Das seien durchschnittlich 200.000 weniger als in diesem Jahr. Damit gingen die Erwerbslosenzahlen zwar nicht mehr so deutlich zurück wie in diesem Jahr. Alt erwartet aber, dass auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen weiter abnimmt.

Die günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt werde den Etat der Arbeitsagentur weiter entlasten, sagte Alt. Dennoch müsse die Behörde nach den Vorgaben der Regierung sparen. Weniger Mittel stünden unter anderem für Eingliederungsprogramme zur Verfügung. Es solle aber vermieden werden, dass der Rotstift bei der Weiterbildung von Arbeitslosen und der Integration von Jugendlichen angesetzt werde.

Auf dem Ausbildungsmarkt will die Arbeitsagentur neue Wege gehen, um mehr Lehrstellenbewerber unterzubringen. "Wir sehen, dass wir mittlerweile nicht mehr so viele Ausbildungsverhältnisse am Markt vorbei anbieten müssen", sagte Alt. Schulabgänger ohne Lehrstelle sollen im ersten Jahr eine außerbetriebliche Ausbildung in einem Schulungszentrum erhalten und im zweiten Jahr direkt in einen Betrieb wechseln können.

Quelle: ftd.de
© 2010 reuters

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