Der Aufschwung ist laut einer Studie im deutschen Mittelstand angekommen. Nach der Konjunkturkrise sind 90 Prozent der Unternehmen mit der aktuellen Geschäftslage zufrieden. Das ergab eine Befragung von 700 Unternehmen durch die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young am Mittwoch.
Der Studie zufolge erwarten 43 Prozent der Konzerne, dass sich die Geschäftslage verbessert. Im Januar waren es noch 38 Prozent. Pessimistisch zeigen sich hingegen fünf Prozent. Die Studie ergab, dass knapp jedes Vierte mittelständische Unternehmen im kommenden Halbjahr mehr Beschäftigte einstellen wolle. Allerdings berichten fast drei Viertel von Schwierigkeiten bei der Suche nach neuen Mitarbeitern. Neun Prozent der Unternehmen planen, Personal abzubauen.
Schwierigkeiten bei der Personalsuche
Vor allem größere Mittelständler sind auch im Ausland tätig und profitieren derzeit vom Anziehen der internationalen Nachfrage. Im Westen Deutschlands sei fast jede zweite mittelständische Firma international engagiert, im Osten knapp jede dritte, hieß es. Schwellenländer wie Brasilien, Indien und China sind weiterhin eine Domäne großer Mittelständler. Risiken, die Unternehmen davon abhalten könnten, dort aktiv zu werden, seien Korruption und mangelnde Rechtssicherheit.
Quelle: ftd.de
© 2010 dpa
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