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02.01.2012

Konjunktur: Erstmals mehr als 41 Millionen Beschäftigte in Deutschland

Etlichen Krisen zum Trotz: Die Beschäftigungsquote bleibt stabil
Zoom Etlichen Krisen zum Trotz: Die Beschäftigungsquote bleibt stabil
© DPA/Bildfunk/Marcus Brandt
Die Erwerbstätigkeit hierzulande hat im vergangenen Jahr einen Rekordstand erreicht. Das erarbeitete Geld floss direkt zurück in die Wirtschaft - der DIHK jubelt.

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland hat 2011 kräftig zugelegt. Durchschnittlich waren knapp 41 Millionen Menschen mit Wohnsitz in Deutschland erwerbstätig. Das teilte das Statistische Bundesamt am Montag nach vorläufigen Berechnungen mit. Der bisherige Höchststand der Erwerbstätigkeit von 2010 sei um 535.000 Personen oder 1,3 Prozent deutlich übertroffen worden.

Die positive Entwicklung stehe im Zusammenhang mit dem seit zwei Jahren anhaltenden konjunkturellen Aufschwung, sagten die Statistiker. Sie sei zudem dadurch begünstigt worden, dass die Zahl der Erwerbstätigen von 2009 trotz des durch die Finanzkrise ausgelösten Einbruchs der Wirtschaftsleistung stabil geblieben sei.

DIHK: "Bestes Konsumjahr seit zehn Jahren"

Das hohe Beschäftigungsniveau machte sich auch im Einzelhandel bemerkbar: Die deutschen Verbraucher gaben 2011 laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) so viel Geld aus, wie "seit zehn Jahren" nicht mehr. "Der private Verbrauch ist um mindestens 1,2 Prozent gestiegen", hieß es in einem am Montag veröffentlichten Konjunkturbulletin des DIHK.

Auch für die kommenden Monate erwartet der DIHK eine positive Entwicklung. Bei den Einzelhändlern überwiegen demnach nach wie vor die optimistischen Geschäftserwartungen. Allerdings habe sich die Stimmung aufgrund der zu erwartenden Abkühlung der konjunkturellen Entwicklung zuletzt etwas eingetrübt.

Die deutsche Tourismuswirtschaft etwa erwarte nach einem "Top-Sommer" nur leichte Zuwächse in der Wintersaison. Zudem gebe es für das Gastgewerbe laut der Umfrage große Konjunkturrisiken durch die hohen Energie- und Rohstoffpreise und den Fachkräftemangel.

© 2012 ftd.de

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