Dann gelang es Gerald Schönbucher, Jan Miczaika und Andre Alpar, den Häschern der Plattenindustrie zu entgehen. Und nun investiert eine Anlegergruppe einen siebenstelligen Betrag in das Online-Start-up. Mit ihrer Idee entdeckten die drei Doktoranden der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung in Vallendar offenbar eine Nische im Online-Business. Bei Hitflip tauschen die Mitglieder keine Dateien, sondern richtige Datenträger: vornehmlich CDs und DVDs. "Vollkommen legal", sagt Geschäftsführer Schönbucher.
Wer in der Tauschbörse einen Artikel einstellt, bekommt eine virtuelle Währung gutgeschrieben - die sogenannten Flips. Ob ein, zwei oder drei richtet sich nach dem Marktwert des Artikels. Die Flips werden für andere Waren eingetauscht - aktuell etwa mehr als 45000 DVDs oder 35000 CDs. Als Gebühr berechnet Hitflip für den Warentausch 99 Cent. Wie gut das Business-Modell funktioniert, verrät das Gründer-Trio aus Köln nicht. Aber: Die Zahl registrierter Nutzer ist fünfstellig. Monatliche Wachstumsrate: um 30 Prozent. Das genügt dem 19-Mann-Unternehmen für einen positiven Cashflow noch 2006. Zumindest vor Abzug der hohen Marketingkosten. So bereiten die Kölner gerade die Expansion ins Ausland vor: erst nach Österreich, dann nach England.
Weitere Artikel aus dem Ressort Macher+Märkte können Sie in der impulse-Ausgabe 11/2006, Seite 10, nachlesen.
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