Der schwedische Wissenschaftler Heinz Leymann, Schöpfer des Begriffs "Mobbing" hat klare Regeln aufgestellt, um Mobbing-Handlungen von den zwar ärgerlichen, aber harmlosen Schikanen abzugrenzen. Nach seiner Definition liegt Mobbing vor, wenn die erniedrigenden Handlungen über ein halbes Jahr oder länger und mindestens einmal pro Woche vorkommen. Die Angriffsformen bestehen aus einem Handlungs-Katalog, der sich in drei Themenbereiche zusammenfassen lässt:
- die Kommunikation einschränken: nicht mehr mit einer Person sprechen, sie ständig unterbrechen oder anschreien, ständige Kritik an ihrer Arbeitsleistung und/oder ihrem Privatleben üben
- das Ansehen angreifen: eine Person verleumden,. Gerüchte über sie verbreiten, sich über sie lustig machen, ihr Urteilsvermögen in Frage stellen
- die Arbeitsaufgabe manipulieren: einer Person kränkende oder sinnlose Aufgaben zuteilen, ihr gar keine Aufgaben mehr zukommen lassen oder nur unlösbare Aufgaben
Die Praxis zeigt: Mobbing-Handlungen variieren. Heute wird nicht gegrüßt, am nächsten Morgen frech gegrinst und am dritten Tag vom Rechner des Gemobbten eine böse E-Mail an den Chef geschickt. Ein Unternehmer, der Mobbing frühzeitig erkennen will, braucht andere Signale als die Dauer oder den wissenschaftlichen Handlungskatalog.
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