Die Idee:
Das Biotechnologieunternehmen AutoTissue entwickelte auf Basis der Grundlagenforschung
der Berliner Charité eine neue Technologie zur Bearbeitung biologischer
Herzklappen. Dabei werden Herzklappen tierischen Ursprungs von allen
zellulären Gewebebestandteilen sicher und schonend befreit. Die Übertragung
von fremden Erregern auf den Menschen ist ausgeschlossen.
Patienten können durch dieses Verfahren erstmalig Herzklappen implantiert werden, die sich von dem ursprünglich eigenen Gewebe kaum mehr unterscheiden und nach einiger Zeit über den normalen Stoffwechsel vollkommen in körpereigenes Gewebe, d. h. in die eigene Herzklappe, umwandeln.
Die Zukunft:
Das Marktpotenzial des patentierten Verfahrens ist mit weltweit über 200.000
Herzklappen-Operationen pro Jahr sehr hoch. Eine erste damit produzierte
Herzklappe erhält voraussichtlich im Herbst 2003 die CE-Zulassung. Seit Juli
2002 konnten an der Charité bereits ca. 60 von der AutoTissue GmbH hergestellte
Herzklappen erfolgreich implantiert werden.
Zur Person:
Dr. Marita Stein-Konertz (Jg. 1957), verheiratet, ein Kind, arbeitete nach Abschluss
ihres Medizinstudiums an der Universität Gießen zunächst als Assistenzärztin.
Nach ihrer Spezialisierung zum Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin
war sie als Herausgeberin einer Fachzeitschrift tätig, gründete ein Handelsunternehmen
zum Vertrieb deutscher Medizinprodukte nach China und wirkte bei
diversen wissenschaftlichen Projekten mit. Im September 2000 gründete sie die
AutoTissue GmbH, deren geschäftsführende Gesellschafterin sie seitdem ist.
© 1999 - 2012 impulse
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