Empfehlen Facebook Twitter XING Als E-Mail verschicken Drucken
29.07.2010

Neuentwicklung: Porsche greift Ferrari mit Supersporthybrid an

Von: Margret Hucko und Gregor Haake
Porsche 918 Spyder im Designentwurf
Zoom Porsche 918 Spyder im Designentwurf
© pressinform
Lange haben die Stuttgarter mit sich gerungen, ob sie den Italienern mit einem Hybridboliden Konkurrenz machen wollen. Nun hat der Aufsichtsrat die Serienproduktion abgenickt. Der Wagen könnte bis zu 500.000 Euro kosten.

Porsche steigt in die Serienfertigung des Supersportwagens 918 ein. Der Aufsichtsrat gab am Mittwoch grünes Licht für den Bau des 918 Spyder mit Hybridtechnik. Er macht direkt Ferrari Konkurrenz. Nach Medienberichten soll der Wagen zwischen 450.000 und 500.000 Euro kosten. Bisher gab es nur eine Konzeptstudie des Mittelmotorsportwagens mit Plug-in-Hybrid-Technik. Die Stuttgarter hatten diese auf dem Genfer Automobilsalon 2010 vorgestellt.

Die Batterie des Plug-in-Hybriden kann zusätzlich über das Stromnetz geladen werden. Bei reinen Hybriden geschieht dies über den Verbrennungsmotor. Ein externes Aufladen ist nicht möglich. Zusätzlich wird Bremsenergie zurückgewonnen.

Über den möglichen Bau eines kleinen Geländewagens hat der Aufsichtsrat jedoch noch nicht entschieden. Das könnte bei der nächsten Sitzung im Oktober geschehen. Im Porsche-Umfeld heißt es, es sei sehr wahrscheinlich, dass das Auto gebaut wird. Es soll unterhalb des Geländewagens Cayenne angesiedelt sein.

Der 918 verfügt über einen Benzin- und zwei Elektromotoren und soll nur drei Liter auf 100 Kilometern im Normalbetrieb verbrauchen. Der offene Zweisitzer wird den Angaben zufolge von einem V8-Motor mit mehr als 500 PS und Elektromaschinen an Vorder- und Hinterachse mit einer Gesamtleistung von 218 PS angetrieben. Als Energiespeicher dient eine Lithium-Ionen-Batterie. Das neue Modell ermöglicht CO2-Emissionen von lediglich 70 Gramm pro Kilometer.

"Die Umsetzung des 918 Spyder in einer limitierten Serie zeigt, dass wir mit dem Ansatz Porsche Intelligent Performance sowie der Verbindung von Höchstleistung und effizienten Antriebskonzepten den richtigen Weg für die Marke Porsche eingeschlagen haben", sagte der scheidende Porsche-Chef Michael Macht.

Das Innenleben des Spyders
Zoom Das Innenleben des Spyders
© pressinform

Der Spyder ist Bestandteil der Standortsicherung bis 2015. Darin ist festgehalten, dass die Entwicklung des 918 im Forschungszentrum in Weissach und die Fertigung in Zuffenhausen erfolgt. Die Markteinführung startet voraussichtlich 2014, heißt es aus dem Porsche-Umfeld.

"Die Belegschaft von Weissach und Zuffenhausen hat es sich verdient, dass dieses Juwel - der 918 Spyder - in Weissach entwickelt und in Zuffenhausen gefertigt wird. Wir sind ein Juwelierladen", sagte Betriebsratchef Uwe Hück der FTD. Man habe eigenständig entschieden, den 918 Spyder zu produzieren. "Dies beweist, dass die Eigenständigkeit von Porsche nicht nur notariell festgeschrieben ist, sondern auch gelebt wird."

© 2010 ftd.de

Ihre Meinung

Ich bin registrierter User und möchte mich anmelden

Ihr Name
Ihre Email-Adresse (wird n. veröffentl.)
Betreff
Ihr Kommentar


Versenden | Leserbrief | Druckversion | Zurück

Diesen Artikel bookmarken bei...

Tausendreporter BlinkList del.icio.us Folkd Furl Google Linkarena Mister Wong oneview Yahoo MyWeb YiGG Webnews