Empfehlen Facebook Twitter XING Als E-Mail verschicken Drucken
23.12.2010

Spitzen-Weihnachtsgeschäft: Deutsche gönnen sich Kaufrausch

Von: Annette Berger
Weihnachtswelt im KaDeWe
Weihnachtswelt im KaDeWe
© ddp
Euro-Krise, oder Angstsparen? Die Deutschen scheinen das satt zu haben. Massenhaft werden teure Elektronik, Uhren oder Kleidung gekauft. Die Händler rechnen mit einem exzellenten Weihnachtsgeschäft und sind sich sicher: Nach dem Fest geht die Party sofort weiter.

Trotz Schnee und Eis ist der deutsche Einzelhandel mit dem laufenden Weihnachtsgeschäft zufrieden - die Branche rechnet mit dem besten Weihnachtsgeschäft seit Jahren. "Die Menschen haben sich das Einkaufen von den chaotischen Wetterverhältnissen nicht verderben lassen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes HDE, Stefan Genth, am Donnerstag in Berlin.

Für November und Dezember rechnet der Verband mit einem Umsatz von 77 Mrd. Euro und damit zwei Prozent mehr als im krisengeschwächten Vorjahr. Damit dürften beinahe die Zahlen des Jahres 2006 erreicht werden. Damals hatten Deutschlands Händler in den zwei Monaten des Weihnachtsgeschäfts mit knapp 78 Mrd. Euro den höchsten Umsatz seit zehn Jahren verbucht.

Das Weihnachtsgeschäft trägt hierzulande rund 20 Prozent zum gesamten Jahresumsatz bei. Insgesamt erwartet die Branche einen Umsatz von 407 Mrd. Euro in diesem Jahr, sagte eine Sprecherin impulse.de.

Besonders gut verkaufte sich derzeit Unterhaltungselektronik und Kleidung - letzteres auch wegen des frühen Wintereinbruchs. Außerdem seien schon im gesamten Jahresverlauf Schmuck und Uhren wieder deutlich stärker gefragt - und das nicht nur als Geschenke. Die Leute kauften wieder mehr für sich selbst ein, sagte die HDE-Sprecherin. "Die Menschen gönnen sich wieder etwas und haben viel Spaß an schönen Dingen."

Verbandschef Genth rechnet sogar damit, dass die Bescherung für die Einzelhändler nach dem Fest noch nicht vorbei ist. Einkäufe, die wegen schlecht geräumter Straßen und Verspätungen bei Bus und Bahn ausfallen mussten, dürften im Anschluss an die Feiertage nachgeholt werden, sagte er. "Die Geldgeschenke werden in der Nachweihnachtszeit in echte Geschenke umgesetzt."

Im übrigen Europa ist die Lage der Händler und Verbraucher gemischt - wegen des kalten Wetters und der Schuldenkrise in mehreren Ländern. Insgesamt verloren die Konsumenten auf dem Kontinent jüngst an Zuversicht. Das Verbrauchervertrauen für die Euro-Zone sank im Dezember erstmals seit sechs Monaten - von minus 9,4 auf minus elf Punkte, gab die EU-Kommission in dieser Woche bekannt.

Seite   1 | 2 | 

© 2010 ftd.de

Ihre Meinung

Ich bin registrierter User und möchte mich anmelden

Ihr Name
Ihre Email-Adresse (wird n. veröffentl.)
Betreff
Ihr Kommentar


Versenden | Leserbrief | Druckversion | Zurück

Diesen Artikel bookmarken bei...

Tausendreporter BlinkList del.icio.us Folkd Furl Google Linkarena Mister Wong oneview Yahoo MyWeb YiGG Webnews