17.03.2010

Strategiewende: Wie Obermann die Telekom neu aufstellt

Rene Obermann
Zoom Rene Obermann
© dpa
Der Konzern strebt in neue Märkte. Künftig will die Telekom Milliarden mit intelligenten Netzen und Webdiensten verdienen. Gleichzeitig muss Chef Obermann im Stammgeschäft aufräumen. Wir erklären die Strategie.

"Fix, transform, innovate" - so lautet der Titel der neuen Strategie, die der Chef der Deutschen Telekom, René Obermann, in Bonn vorstellen wird. "Fix, focus, grow", titelte er vor drei Jahren. Nun folgt die "Strategie 2.0". Obermann will heute in Bonn eine neue Ära einläuten. Sein Konzern befindet sich in einer Art Schwebezustand. Einige der größten Probleme wie der einst niedrige Marktanteil im Breitbandinternetgeschäft hat Obermann behoben. Auf der anderen Seite gibt es nur wenige Produkte und Dienste, die die Bonner wirklich nach vorn bringen.

Heimatmarkt - Aufräumarbeiten im Stammgeschäft

In Deutschland entscheidet sich, ob die Telekom in ihrem Stammgeschäft noch zulegen kann. Knapp 40 Prozent des Umsatzes und rund 46 Prozent des bereinigten operativen Gewinns erwirtschaftet der Konzern im Heimatmarkt.

Die wichtigsten Themen für Deutschlandchef Niek Jan van Damme sind die Vermarktung des Internetfernsehangebots Entertain, der Start des kommenden Mobilfunkstandards LTE, eine Strategie für den Ausbau des Glasfasernetzes über die bestehenden 50 Städte hinaus sowie die Modernisierung des Mobilfunknetzes. 2009 hatte Konkurrent Vodafone bei der Qualität erstmals die Nase vorn. Das soll nicht wieder passieren. Entertain spielt eine wichtige Rolle, da Kunden im Durchschnitt monatlich über 50 Euro für den Dienst ausgeben. Daher hofft die Telekom, die langfristig sinkenden Umsätze durch den Verlust klassischer Festnetzanschlüsse mehr als ausgleichen zu können. Im Geschäftskundenbereich soll das neue netzbasierte Telefon- und Internetangebot "Deutschland-Lan" Kunden locken.

Heimatmarkt - Aufräumarbeiten im Stammgeschäft

Online - Webgeschäfte rücken ins Zentrum

IT-Dienstleistungen - T-Systems wird wichtige Stütze

Ausland - Süd- und Osteuropa fast bedeutungslos

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