10.03.2010

Streit über Arzneipreise: Wie Rösler bei Medikamenten sparen will

Von: Kai Beller und Timo Pache
Für die Pharmafirmen ist Deutschland ein lukrativer Markt zumal der Patentschutz 15 Jahre lang gilt
Für die Pharmafirmen ist Deutschland ein lukrativer Markt zumal der Patentschutz 15 Jahre lang gilt
© dpa
Arzneimittel gelten in Deutschland als zu teuer. In der Debatte um Einsparungen im Gesundheitswesen wird daher auch über niedrigere Medikamentenpreise diskutiert. Die schwarze-gelbe Koalition unternimmt einen neuen Anlauf. Wir erklären, wie die Preise zustande kommen.

Erst wollte Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) nicht so recht, doch nach der Welle von Zusatzbeiträgen reagierte er auf die Forderung aus der Union nach einem Kostendämpfungsprogramm. Vor allem die im internationalen Vergleich horrenden Preise für patentgeschützte Arzneimitteln will der Liberale senken.

Widerstand ist programmiert: Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen kündigt Gegenwehr gegen die Preisregulierung an. Durch den Einsatz innovativer Präparate ließe sich Geld sparen, rechnet der Verband vor. Durch ihren Einsatz in einem frühen Krankheitsstadium ließen sich allein bei fünf relevanten Volkskrankheiten rund 9 Milliarden Euro sparen. Klinikaufenthalte, Arbeitsunfähigkeitstage und Komplikationen entfielen. Durch eine Preisgrenze ließe sich das nicht erzielen.

Wie viel Geld geben die Kassen für Medikamente aus?
Wer bestimmt die Preise patentgeschützter Arzneimittel?
Wo gibt es bereits eine Preisregulierung?
Was hat Rösler nun vor?
Warum gehen der Union die Pläne nicht weit genug?

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Quelle: ftd.de
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