Im Kampf gegen eine feindliche Übernahme durch den spanischen Konkurrenten ACS hatten die Deutschen auf Rückendeckung der australischen Börsenaufsicht ASIC gehofft. Doch diese Hoffnung muss Hochtief nun erst einmal aufgeben.
Die Behörde habe Hochtiefs Antrag, ACS zur Abgabe eines eigenen Übernahmeangebots für das australische Tochterunternehmen Leighton zu verpflichten, nicht entsprochen, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Doch die Essener wollen nicht klein beigeben und planen nun, das für Übernahmeangebote zuständige australische Takeover-Panel anzurufen.
Ein Sprecher von Deutschlands größtem Bauunternehmen sagte der Nachrichtenagentur DAPD: "Das ist kein Rückschlag. Das Takeover-Panel ist das richtige Gremium, diese Frage zu entscheiden." Doch sei es angemessen gewesen, erst der Börsenaufsicht die Möglichkeit zu geben, über den Fall zu entscheiden.
Das Panel besteht aus 54 Mitgliedern - Anwaltskanzleien, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Banken und Unternehmen. Es könnte die Übernahme eines australischen Unternehmens laut Hochtief unabhängig von Rechtsverstößen für "unzumutbar" erklären.
Der Versuch von Hochtief, ACS zu einem eigenen Übernahmeangebot für die australische Tochter Leighton zu zwingen, ist eine der "Giftpillen", mit denen der Essener Konzern verhindern will, von dem Madrider Unternehmen gekauft zu werden. Die Spanier halten schon jetzt gut 30 Prozent an Hochtief und wollen die Mehrheit.
Quelle: ftd.de
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