Die Inflation in der Euro-Zone hat ihren Höhepunkt vorerst überschritten. Die Verbraucherpreise seien im Dezember nur noch um 2,8 Prozent zum Vorjahresmonat gestiegen, teilte Eurostat in Brüssel mit. Zuvor hatte die Teuerungsrate drei Monate in Folge auf dem Drei-Jahres-Hoch von 3,0 Prozent verharrt. Analysten hatten diesen Rückgang vorhergesagt.
Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet für dieses Jahr eine deutliche Abnahme der Inflationsrate auf durchschnittlich zwei Prozent. Bei Werten knapp unter dieser Marke spricht sie von stabilen Preisen. "In einem Umfeld schwachen Wachstums in der Eurozone und weltweit sollte der Kosten-, Lohn- und Preisdruck moderat bleiben", sagte EZB-Präsident Mario Draghi jüngst.
Der Leitzins ist der Satz, zu dem sich Geschäftsbanken Geld bei der EZB leihen. Wenn er sinkt, wird Geld also billiger, womit das Inflationsrisiko tendenziell steigt. Gegenwärtig sehen die meisten Analysten aber eher die Gefahr einer Kreditklemme: Da viele Banken wegen der Euro-Krise Risiken meiden, halten sie sich mit der Vergabe von Darlehen an Unternehmen und Verbraucher vor allem in Südeuropa zurück. Vor diesem Hintergrund wurde die Zinssenkung der EZB von den meisten Experten begrüßt.
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