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04.01.2011

Übernahme Schritt für Schritt: ACS bei Hochtief jetzt über 30 Prozent


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© FTD/Malte Knaack
Die Spanier kommen der Übernahme des deutschen Traditionskonzerns näher. Mit ihrem Angebot haben sie ihr erstes Ziel erreicht - mehr als 30 Prozent an Hochtief einzusammeln.

Im Übernahmekampf um den Baukonzern Hochtief hat der spanische Angreifer ACS einen wichtigen Etappensieg errungen. ACS kontrolliert nach Angaben vom Dienstag 30,3 Prozent der Hochtief-Aktien. Mit einem Anteil von mehr als 30 Prozent kann ACS über die Börse in Ruhe Hochtief-Aktien zukaufen und sich so die anvisierte Mehrheit sichern.

Management und Betriebsrat des Essener Unternehmens wehren sich seit Monaten gegen die geplante Übernahme.

Auf Dauer strebt der spanische Konzern nach eigenen Angaben eine Beteiligung von gut 50 Prozent am größten deutschen Baukonzern an, um das deutsche Unternehmen in seiner Bilanz konsolidieren zu können.

ACS hatte zuletzt neun eigene Aktien für jeweils fünf Hochtief-Papiere angeboten. Mit mehr als 30 Prozent der Hochtief-Aktien hat ACS gute Aussichten, schon auf der Hauptversammlung des Essener Bauunternehmens am 12. Mai massiven Einfluss auf die Zusammensetzung des Aufsichtsrates und damit indirekt auch auf das künftige Aussehen des Konzernvorstandes zu nehmen.

ACS - kurz für Actividades de Construccion y Servicios - ist wie Hochtief längst kein reiner Baukonzern mehr. Der 1997 aus drei Unternehmen fusionierte Infrastrukturkonzern wird von Florentino Perez geführt, der auch Chef des Fußballclubs Real Madrid ist.

Zu dem spanischen Unternehmen gehören der Autobahnbetreiber Abertis, der Hafenbetreiber Dragados sowie Windparks, Wasseraufbereitungs- sowie Entsalzungsanlagen. Im Fokus steht derzeit auch die Beteiligung am Energiekonzern Iberdrola , die Perez zuletzt auf gut 20 Prozent ausbaute.

© 2011 ftd.de

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