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11.08.2010

Verlustgeschäft: Barilla verkauft Bäckerkette Kamps

Von: Gregor Kessler
Kamps-Filiale in Bochum
Zoom Kamps-Filiale in Bochum
© ddp
Einst ein Börsenstar, dann vom Gründer ans Nudelimperium verkauft, inzwischen eine ungeliebte Tochter: Kamps findet Unterschlupf bei einem Finanzinvestor und ist damit künftig eine Schwester von Eismann und Maredo.

Der italienische Nudelkonzern Barilla hat endlich einen Käufer für seine Bäckereikette Kamps gefunden. Am Freitag werde der Verkauf an den Frankfurter Finanzinvestor ECM bekannt gegeben. Das sagten Personen der FTD, die mit dem Vorgang vertraut sind. Der Deal sei durch. Zum Kaufpreis sind keine Details bekannt.

Die hoch verschuldeten Italiener hatten bereits 2008 versucht, Kamps zu verkaufen, waren damit jedoch an ihren Preisvorstellungen von 100 Millionen Euro gescheitert. Auch der Gründer der Kette, Heiner Kamps, hatte Interesse an einem Rückkauf gezeigt, einigte sich jedoch ebenfalls nicht mit Barilla. Das Verhältnis zwischen beiden gilt als zerrüttet. Der Zukauf hatte sich für Barilla nie gerechnet, über die Jahre musste mehr als 1 Milliarden Euro abgeschrieben werden.

Barilla hatte 2002 für 1,8 Milliarden Euro die Mehrheit an dem Backkonzern übernommen, zu dem neben der Bäckereikette auch noch die Marken Lieken Urkorn, Harry's und Golden Toast gehört. Für die restlichen Anteile zahlten die Italiener später gut 430 Millionen Euro.

ECM ist bereits an einigen Unternehmen aus der Lebensmittelbranche beteiligt. So etwa an den Tiefkühlspezialisten Eismann und Kadi sowie der Steakhauskette Maredo.

© 2010 ftd.de

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