Serie: Wie entsteht eigentlich ...?

Duschkopf, Sonnenbrille oder Warenhauskatalog: Alltagsgegenstände, die Millionen Menschen täglich in den Händen halten. Doch wie kommen sie eigentlich zustande? impulse.de zeigt die Entstehungsprozesse.


27.08.2009

Warenprobe: Die Assy-Schraube

Von: Christian Litz und Laetitia Seybold (Produktion)
Die Assy-Schraube von Würth
Die Assy-Schraube von Würth
© Henner Flohr
Wegen des asymmetrischen Gewindes gab Würth der Schraube ihren Namen. Es sorgt dafür, dass sie sich fest ins Holz frisst. 2008 verkauften die Schwaben 3,6 Milliarden Assys. Die kleinste ist einen Zentimeter lang, die größte 58. Diese hier 20 Zentimeter.

Beim größten Schraubenhändler der Welt, Würth in Künzelsau, deutete sich Anfang der 90er Stillstand an, Wachstum gab’s nur noch nach Zukäufen. Konkurrenten brachten die Schraubenneuheiten. Da machte Reinhold Würth die Ansage: Jetzt aber her mit den Innovationen! Ein Jahr später kam die Assy.

Gerade tut sich wieder etwas im Schraubenimperium: Die neue Assy 3.0 hat an der Spitze eine Säge. Die trennt Holzfasern, bevor die Schraube eindringt. Nichts splittert. Würth fing als Handelshaus an, stieg nach und nach in die Produktion ein, setzte 2008 8,8 Milliarden Euro um, hat 63.000 Mitarbeiter in 400 Firmen. Und der Welt in 64 Jahren vielleicht eine viertel Billion Schrauben gebracht. Genauere Zahlen weiß keiner.

"Zu viel Tagesgeschäft, keine Zeit zum rechnen", so Marcel Strobel, Produktbereichsleiter bei Würth. Sicher ist: Täglich verkauft Würth derzeit 19 Millionen Schrauben, 2008 4,8 Milliarden, seit 1989 65.383.200.891. Diese 65 Milliarden hat Strobel errechnet, mit einem Dreisatz. Er hat die Jahresumsatzzahlen genommen, in den Computer gegeben und voila. Die Assy managt bei Würth Herbert Streich. Er war acht Jahre bei der Tochter SWG, die sie produziert, seit einem Jahr ist er in der Künzelsauer Zentrale der Assy-Verantwortliche.

Wer an der Assy-Herstellung beteiligt ist:
Klicken Sie auf das Bild und starten Sie dann die Präsentation mit dem Play-Symbol. Die Pfeiltaste (rechts unten) führt Sie durch die Präsentation.

Copyright Bild: Henner Flohr



Lesen Sie mehr über die Zulieferer und ihre Firmengeschichte:

Stahl - Saarstahl Völklingen

Produktion - SWG Waldenburg

Gewindewalzbacken - RSK Mulfingen

Matrizen - WTN Niederstetten

Galvanik I - ZTE Ellwangen

Galvanik II - Wieland Mannheim

Härterei - EHT Erbach

Transport - BTL Ulm

Bits - WIHA Schonach und Wera in Wuppertal

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