Firmen aus Russland und China setzen am häufigsten Schmiergelder bei Geschäften im Ausland ein. Das geht aus einer Studie der Antikorruptions-Organisation Transparency International (TI) hervor. In Deutschen Unternehmen ist Korruption im Ausland demnach eher weniger verbreitet. Die korrektesten Unternehmen allerdings kommen aus den Niederlanden und der Schweiz.
Der "Bribe Payers Index" vergleicht die 28 führenden Exportnationen miteinander, die zusammen fast 80 Prozent der weltweiten Ausfuhren leisten. Dafür wurden Interviews mit über 3000 Managern aus den verschiedenen Ländern geführt. Die Erhebung gibt auch Aufschluss darüber, in welchen Branchen am meisten geschmiert wird. Die nichtstaatliche Organisation mit Sitz in Berlin hatte eine ähnliche Studie zuletzt 2008 veröffentlicht.
Über einen Fragenkatalog erstellt TI ein Punktesystem, mit dem die einzelnen Länder verglichen werden. 0 Punkte bedeuten eine sehr hohe Bereitschaft zu Schmiergeldzahlungen im Ausland, 10 eine völlige Ablehnung von Bestechung. Die besten Werte haben die Niederlande und die Schweiz mit 8,8 Punkten, danach kommt Belgien (8,7) vor Deutschland (8,6). Die deutschen Firmen machten damit sogar einen Platz gut im Vergleich zu der Umfrage vor drei Jahren. Den größten Fortschritt in bei der Korruptionsbekämpfung machte laut der Studie Indien.
Quelle: ftd.de
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