Unternehmen ADAC kontert CSU-Politikerin: Keine Mitgliederbeiträge für Fernbusse „verbrannt“

Laut ADAC wurden für das Bus-Geschäft keine Mitgliederbeiträge eingesetzt.

Laut ADAC wurden für das Bus-Geschäft keine Mitgliederbeiträge eingesetzt.© ADAC Postbus

Hat der ADAC Mitgliedsbeiträge eingesetzt, um sein Fernbus-Geschäft zu finanzieren? Die CSU-Politikerin Dorothee Bär hat den Automobil-Club aufgefordert, Zahlen dazu offen zu legen. Der ADAC erklärt: Wirtschaftsaktivitäten und Verein seien klar getrennt.

Erst Anfang dieser Woche gab der ADAC seinen Ausstieg aus dem Fernbus-Geschäft bekannt. Jetzt wirft das kurzzeitige Engagement Fragen auf: Hat der Automobil-Club Mitgliederbeiträge eingesetzt, um das Bus-Geschäft zu finanzieren?

In der „Bild“-Zeitung hat die CSU-Politikerin Dorothee Bär, Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, den ADAC am Mittwoch dazu aufgefordert, Zahlen zu veröffentlichen. Der ADAC müsse offenlegen, wie viele Mitgliedsgelder bei dem Engagement „verbrannt“ worden seien, sagte Bär.

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ADAC: Klare Trennung

Der ADAC reagierte umgehend: „Für das Fernbus-Engagement ist kein einziger Euro an Mitgliedsbeiträgen verwendet worden“, erklärte ADAC-Geschäftsführerin Marion Ebentheuer am Mittwoch in München. „Sämtliche Investitionskosten wurden vollständig aus den Wirtschaftsaktivitäten des Clubs getragen, die klar vom Verein getrennt sind.“ Darüber sei auch von Beginn an „vollkommene Transparenz und Klarheit“ hergestellt worden, sagte Ebentheuer. Die Aussagen von CSU-Politikerin Bär nannte sie „mindestens verwunderlich“.

Zu den konkreten Kosten des Engagements wollte sich ein ADAC-Sprecher auch am Mittwoch nicht äußern. Das Personal für das Gemeinschaftsunternehmen, an dem die Post und der ADAC jeweils 50 Prozent hielten, wurde von den Gesellschaftern gestellt, und die Busse gehören Subunternehmen. Daher dürften die Kosten überschaubar sein.

Nach dem Rückzug des ADAC aus dem Bus-Geschäft will die Deutsche Post will das gemeinsame Unternehmen künftig allein steuern und das Netz ausbauen. Den Rückzug begründete der ADAC mit seiner Neuausrichtung und dem harten Preisdruck in der Branche.

std/dpa

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