Unternehmen Alno leidet unter schwachem Deutschlandgeschäft

Eine Küche von Alno

Eine Küche von Alno© Alno

Die Übernahme eines Schweizer Küchenherstellers wirkt sich in der Bilanz des Pfullendorfer Traditionsunternehmens Alno positiv aus. Im Alltagsgeschäft geht es allerdings nur mühsam voran, vor allem weil der deutsche Markt schwächelt.

Der Küchenhersteller Alno schreibt im operativen Geschäft weiter rote Zahlen. Außerdem wurden im ersten Quartal des Jahres die eigenen Umsatzerwartungen nicht erreicht. Sie lagen per Ende März bei 122,5 Millionen Euro, teilte die Alno AG am Donnerstag im baden-württembergischen Pfullendorf mit. Wie hoch die Erwartungen waren, wollte ein Sprecher auf Anfrage nicht sagen. „Aber wir sind auf Kurs“, betonte er.

Durch die erstmalige Einbeziehung des übernommenen Schweizer Küchenbauers AFP (früher AFG) und seiner Vermögenswerte stand ein positives Konzernergebnis von 29,7 Millionen Euro (1. Quartal 2013: minus 2,1 Mio Euro) in der Quartalsbilanz. Operativ schrieben allerdings sowohl Alno als auch AFP rote Zahlen; bei Alno betrug der Verlust ohne die Schweizer 8,5 Millionen Euro. Die Schweizer AFP kam ohne Alno auf ein Minus von 4,5 Millionen Euro. Beide Unternehmensteile verzeichnen laut der Mitteilung bei Auftragsbestand und Auftragseingang höhere Werte als im ersten Quartal 2013. Alno spricht aber von einem immer noch sehr schwachen Inlandsmarkt, während sich das Ausland positiv entwickelt habe und jetzt bereits 47 Prozent des Gruppen-Umsatzes ausmacht.

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Das positive Konzernergebnis und das Eigenkapital von 18,3 Millionen Euro, das erstmals seit acht Jahren wieder positiv ist, resultiert aus der Einbeziehung der Schweizer AFP. Deren Vermögenswerte lägen deutlich höher als der Kaufpreis. Damit sei Alno ein bedeutender Schritt zur Stärkung der Ertragskaft gelungen. „In den kommenden Monaten geht es darum, die positiven operativen Effekte aus der Übernahme zu realisieren“, sagte Vorstandschef Max Müller.

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