Unternehmen Andauernde Konjunkturschwäche: Weltbank sorgt sich um Entwicklungsländer

Der Hauptsitz der Weltbank in Washington.

Der Hauptsitz der Weltbank in Washington.© shiny things/Flickr/Lizenz: CC BY 2.0

Die Weltbank ist nicht zufrieden mit der Entwicklung in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Vor allem im südlichen Afrika, in Indien und im Nahen Osten bleibe das Wachstum hinter den Erwartungen zurück. In der Euro-Zone läuft es dagegen besser als gedacht.

Die Weltbank macht sich Sorgen über die andauernde Konjunkturschwäche in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Das Wachstum in diesen Staaten werde in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in Folge insgesamt unter 5 Prozent bleiben, erklärt die Organisation in ihrem jüngsten Weltwirtschaftsausblick, der am Mittwoch in Washington vorgelegt wurde.

Dies sei zu wenig, um dort genügend Arbeitsplätze zu schaffen und das Leben der ärmsten 40 Prozent der Weltbevölkerung entscheidend zu verbessern, sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim bei der Vorstellung des Berichtes. Vor allem die Zahlen für das südliche Afrika, Indien und den Nahen Osten seien enttäuschend.

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Weltbank erwartet 2014 Wachstum von 4,8 Prozent

Für das laufende Jahr senkte die Weltbank ihre Wachstumsprognose für die Entwicklungs- und Schwellenländer auf 4,8 Prozent. Im Januar hatte sie noch mit 5,3 Prozent gerechnet. Mit Blick auf die kommenden beiden Jahre hält die Weltbank jedoch an ihrer Prognose fest, dass die Wirtschaft der aufstrebenden Staaten insgesamt um 5,4 und 5,5 Prozent wachsen wird.

Auch ihre Schätzung des Wachstums der gesamten Weltwirtschaft reduzierte die Organisation. 2014 lege das Bruttoinlandsprodukt (BIP) insgesamt nur um 2,8 Prozent statt um 3,2 Prozent zu. Unverändert blieb aber die Aussicht auf 2015 und 2016. Dann betrage der Zuwachs 3,4 beziehungsweise 3,5 Prozent. Für das Vorjahr wurde das Wachstum mit 2,4 Prozent berechnet.

Deutlich besser als bisher angenommen dürfte sich die Konjunktur laut der Weltbank in der Eurozone entwickeln. Während die Wachstumsrate wie bislang angenommen in diesem Jahr bei 1,1 Prozent liegen soll, steigt sie demnach 2015 auf 1,8 Prozent und 2016 auf 1,9 Prozent. Bislang lagen die Prognosen bei 1,4 und 1,5 Prozent.

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