Unternehmen Aufgeputscht zur Arbeit: Drei Millionen Beschäftigte haben schon im Job gedopt

Immer mehr Beschäftigte dopen am Arbeitsplatz.

Immer mehr Beschäftigte dopen am Arbeitsplatz.© Les Cunliffe/Fotolia

Millionen Beschäftigte haben einer Studie zufolge im Job schon zu aufputschenden Medikamenten gegriffen. Alarmierend: Das so genannte "Hirndoping" nimmt weiter zu.

Sie greifen zu leistungssteigernden Pillen oder zu Stimmungsaufhellern: Knapp drei Millionen Beschäftigte in Deutschland haben bereits Erfahrungen mit Doping am Arbeitsplatz gemacht. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Krankenversicherung DAK-Gesundheit.

Alarmierend: Die Anzahl der Arbeitnehmer mit so genannter „Hirndoping“-Erfahrung ist der Untersuchung zufolge in den vergangenen sechs Jahren angestiegen. Hatten 2008 etwa 4,7 Prozent der Beschäftigten angegeben, im Job bereits gedopt zu haben, waren es bei der aktuellen Befragung 6,7 Prozent. Die Dunkelziffer soll laut DAK noch viel höher – bei bis zu 12 Prozent – liegen.

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Auslöser für den Griff zum Dopingmittel sollen in den meisten Fällen hoher Leistungsdruck, Stress und Überlastung sein. Vier von zehn Dopern gaben an, zu konkreten Anlässen – etwa vor Präsentationen – zu Medikamenten zu greifen. Laut DAK setzen Männer Doping eher ein, um berufliche Ziele besser zu erreichen. Frauen greifen eher zum Medikament, damit ihnen die Arbeit leichter von der Hand geht.

Das Klischee vom dopenden Top-Manager bestätigt die Studie nicht – die Forscher haben stattdessen einen umgekehrten Zusammenhang nachgewiesen: „Je unsicherer der Arbeitsplatz und je einfacher die Arbeit selbst, desto höher ist das Risiko für Hirndoping“, heißt es. 8,5 Prozent der Beschäftigten mit einfacher Tätigkeit hätten bereits am Arbeitsplatz gedopt, bei Gelernten oder Qualifizierten waren es 6,7 Prozent, bei hochqualifizierten Beschäftigten 5,1 Prozent.

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