Unternehmen Ausländische Firmen bevorzugen Baden-Württemberg. Noch.

Kann sich über den Investorentrend freuen: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (mit seinem Hybrid Dienstwagen)

Kann sich über den Investorentrend freuen: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (mit seinem Hybrid Dienstwagen)© Staatsministerium Baden-Württemberg

Baden-Württemberg hat einer Studie zufolge erneut die meisten ausländischen Investoren angezogen. Noch. Denn Nordrhein-Westfalen holt auf - und der Südwesten profitiert vor allem vom Engagement Schweizer Firmen.

Baden-Württemberg zieht nach wie vor die meisten Investitionen ausländischer Firmen an. Einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung der Wirtschaftsberatung Ernst & Young zufolge haben ausländische Investoren sich im vergangenen Jahr 222 Mal für den Südwesten entschieden. Die „Welt“ hatte zuvor über die Studie berichtet. Zweit beliebtestes Bundesland war Nordrhein-Westfalen (163) vor Hessen (95) und Bayern (61).

Der Spitzenplatz von Baden-Württemberg ist der Untersuchung zufolge vor allem auf das Engagement Schweizer Firmen zurückzuführen, die allein 76 Projekte durchführten. „Wie schon im Vorjahr profitiert Baden-Württemberg dabei stark von Schweizer Investoren, die der starke Franken über die Grenzen treibt – das strukturstarke Baden-Württemberg liegt da nicht nur geografisch nahe“, sagte Ernst & Young-Partner Peter Englisch. In Nordrhein-Westfalen waren mit 40 Projekten dagegen vor allem die chinesische Investoren aktiv.

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Damit habe das Land gute Chancen zu Baden-Württemberg aufzuschließen. In Baden-Württemberg war die gesamte Zahl der Investitionen leicht – von 224 auf 222 gesunken, während Nordrhein-Westfalen von 136 auf 163 zulegen konnte.

Bayern mit dem besten Image

Schon jetzt wurden in Nordrhein-Westfalen mit Hilfe der ausländischen Direktinvestitionen gut 1000 Arbeitsplätze mehr geschaffen werden als in Baden-Württemberg. Dort waren es 2309 neue Jobs, im Südwesten 1493. Das war weniger als die Hälfte als im Vorjahr (3480). In Nordrhein-Westfalen ging die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze lediglich um 10 Prozent zurück.

Dabei hat der Freistaat in der Wahrnehmung der ausländischen Firmen das beste Image vor Berlin und Baden-Württemberg. „Oktoberfest, Neuschwanstein und BMW – Bayern ist auf der ganzen Welt bekannt und wird deshalb auch besonders häufig als attraktiver Investitionsstandort genannt“, sagt Englisch. „Investoren, die tatsächlich in Deutschland aktiv sind und die Bundesländer aus eigener Anschauung kennen, haben andere Schwerpunkte.“

Die deutsche Stadt, welche die meisten Direktinvestitionen aus dem Ausland erhält, ist Düsseldorf – vor Frankfurt am Main, München und Berlin. Im europaweiten Vergleich konnten damit nur London und Paris mehr Investitionsprojekte vorweisen als die Stadt am Rhein.

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