Unternehmen BASF verordnet Mitarbeitern „E-Mail-Diät“

Viele Postfächer werden jeden Tag von E-Mails überflutet.

Viele Postfächer werden jeden Tag von E-Mails überflutet. © Julien Eichinger / Fotolia.com

Sollten Mitarbeiter per E-Mail auf eine Frage antworten oder ist manchmal nicht ein kurzes Telefonat sinnvoller? Viele Postfächer werden jeden Tag von E-Mails überflutet. Um das einzudämmen, hat der Chemiekonzern BASF seinen Mitarbeitern jetzt eine Diät verordnet.

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat seinen Mitarbeitern eine „E-Mail-Diät“ verordnet. „Unsere Mitarbeiter auf allen Ebenen werden durch verschiedene Aktionen angehalten, ihr Mail-Verhalten kritisch zu hinterfragen“, sagte Arbeitsdirektorin Margret Suckale der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“.

„Muss ich immer auf den ,Allen antworten‘-Button klicken? Ein Telefonat bringt oft mehr als hin- und hergeschriebene E-Mails“, erläuterte sie. Außerdem habe der Konzern Anregungen zu Wortwahl und Inhalt von Mails gegeben, quasi eine E-Mail-Etikette.

Anzeige

Eine Anti-Stress-Verordnung, wie sie mehrere führende SPD-Politiker angeregt hatten, lehnt Suckale ab: „Das sollten die Sozialpartner und nicht die Politik regeln. Wir sind schließlich näher an den Betrieben und können besser beurteilen, was unsere Mitarbeiter benötigen“, sagte sie.

Weniger Emails als Anti-Stress-Maßnahme

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hatte sich zuletzt offen für die Einführung einer Anti-Stress-Verordnung gezeigt. Dafür würden aber „allgemeingültige und rechtssichere Kriterien“ benötigt. SPD-Chef Sigmar Gabriel sieht dagegen vor allem Arbeitgeber und Gewerkschaften in der Pflicht.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.