Unternehmen „Bitte kein Regen!“

Jecken auf dem Rosenmontagsumzug in Köln im vergangenen Jahr.

Jecken auf dem Rosenmontagsumzug in Köln im vergangenen Jahr.© picture alliance / Eibner-Pressefoto

Nächste Woche ist mit dem Aschermittwoch alles schon wieder vorbei. Doch bis dahin hoffen die Karnevalsausstatter auf die heiße Phase beim Kostümverkauf. Entscheidend dabei: das passende Wetter. Warum es beim Straßenkarneval ruhig kalt sein, aber nicht regnen darf.

Die närrischen Tage stehen vor der Tür – und die deutschen Kostümhersteller hoffen auf das passende Wetter, um die Umsatzdelle aus der vergangenen Saison auszubügeln. „Kalt kann es sein, schneien kann es – nur bitte kein Regen“, sagte Dieter Tschorn im Namen der Fachgruppe Karneval im Deutschen Verband der Spielwaren-Industrie. Denn viele Karneval-Fans kauften ihre Kostüme spontan – und blieben bei nassem Wetter zu Hause.

In der vergangenen Saison 2013/2014 verkauften die Mitglieder der Fachgruppe Hexenkostüme, Piratenhüte und andere Verkleidungen für 271,5 Millionen Euro – darin enthalten sind 27,4 Millionen Euro aus dem Halloween-Geschäft. Der Rückgang von rund fünf Prozent sei nur zum Teil auf das Ausscheiden eines Mitgliedsunternehmens zurückzuführen, sagte Tschorn. Auch ohne diesen Effekt habe es ein kleines Minus gegeben. Die Fachgruppe vertritt etwa zwei Drittel des Marktes in Deutschland.

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Der Rückgang trifft die Hersteller besonders schmerzhaft, weil die vom Kirchenjahr abhängige Saison ganze 19 Tage länger war als die vorherige. „Es gibt eine Faustregel: Eine Woche länger oder kürzer kann zwischen drei und fünf Prozent am Umsatz ausmachen“, erläuterte Tschorn.

Insgesamt brachten die Mitglieder der Fachgruppe 2,5 Millionen Erwachsenenkostüme, 1,1 Millionen Kinderkostüme, 770.000 Perücken, 2 Millionen Hüte und 6,6 Millionen Schminksets unter die Narren. Modische Trends spielten dabei weniger eine Rolle als aktuelle Filme und Comics, hieß es.

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