Rauchmelder-Test Warum der teuerste Rauchmelder nicht der beste ist

Der Rauchmelder Test zeigt: Beim Kauf sollten Kunden auf die Details achten.

Der Rauchmelder Test zeigt: Beim Kauf sollten Kunden auf die Details achten.© GDV Berlin

Rauchmelder können Leben retten - wenn sie funktionieren. Die Stiftung Warentest hat 14 Geräte getestet, mit zum Teil erschreckendem Ergebnis.

Rauchmelder sollen Menschen schützen, vor Feuer und Rauch, vor dem Ersticken im Schlaf. Ab Januar 2016 führen weitere Bundesländer die Rauchmelderpflicht ein. Die Nachfrage von Vermietern und Hausbesitzern wird demnach steigen. Doch wie können Käufer bei Rauchmeldern eine gute Qualität erkennen?

Diese Frage hat sich auch die Stiftung Warentest gestellt und 14 Rauchmelder mit Langzeitbatterien getestet. Darunter waren Geräte mit und ohne Funkverbindung zu Preisen von 17 bis 103 Euro. Getestet wurde, wie schnell die Geräte vor Rauch warnen und wie anfällig sie für Fehlalarm sind.

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Das überraschende Ergebnis: Der teuerste Rauchmelder im Test löste als einziger bei dickem Rauch keinen Alarm aus. Die 103 Euro für ein „mangelhaftes“ Gerät – eine gute Investition ist das nicht.

Qualität muss nicht teuer sein

Sieben der getesteten Rauchmelder konnten hingegen als „gut“ bewertet werden. Einige dieser Modelle gibt es schon ab 20 Euro. Zum Beispiel den Detectomat HDv Sensys und den baugleichen Gloria Typ RWM-10.

Der Testsieger ohne Funk ist das Modell Ei Electronics Ei650, das 26,50 Euro kostet. Das beste Gerät mit der Möglichkeit sich per Funk mit anderen Rauchmeldern in anderen Räumen zu vernetzen, kostet 94 Euro und ist ebenfalls von der Firma Ei Electronics.

Stiftung Warentest empfiehlt allen Kaufinteressierten, die einfache und langlebige Geräte suchen, Modelle um die 20 Euro. Bei großen Wohnungen und Häusern seien Modelle mit Funkverbindung von Vorteil. Durch die Vernetzung würde man auch im 2. Stock früh genug vor einem Brand im Keller gewarnt.

Unterschiede bei Rauchmeldern

Die Qualität der Rauchmelder unterscheidet sich durch die Lautstärke beim Alarm, die mindestens 82 Dezibel betragen sollte. Stiftung Warentest untersuchte zudem die Bedienungsfreundlichkeit und die Stabilität bei einem Falltest. Auch auf die Batterien sollten Kaufinteressierte achten.

Wenn Hersteller bei Lithiumbatterien eine Nutzungsdauer von zehn Jahren versprechen, sei das laut Stiftung Warentest plausibel. Für Rauchmelder mit dem „Q“-Siegel, ist eine mindestens zehnjährige Batterie-Laufzeit sogar ein Pflichtkriterium.

Von sehr günstigen Rauchmeldern mit Akalizellen rät Stiftung Warentest hingegen ab. Denn diese Batterien müssen regelmäßig ausgetauscht werden. Der Kauf der Batterie, der Aufwand mit der Leiter am Rauchmelder zu hantieren und die Störung durch die häufigen Piepgeräusche bei schwacher Batterie, heben die vermeintliche Kostenersparnis beim Kauf wieder auf.

Vor allem beim Ausschalten der Pieptöne gibt es große Unterschiede: Bei einigen ist es umständlich an den richtigen Knopf zu kommen, bei anderen kann ohne Leiter nur mit dem Besenstiel wieder für Ruhe gesorgt werden.

 

Die Gewinner im Überblick

Rauchmelder mit Lithium-Langzeitbatterie

Ei Electronics Ei650: Gut (2,4), Preis: 26,50 Euro

Detectomat HDv Sensys:  Gut (2,3), Preis: 20,00 Euro

Hager Standard Rauchwarnmelder QTG600AL: Gut (2,4), Preis: 39,40 Euro

Indexa RA280Q: Gut (2,4), Preis: 22,90 Euro

Kiddle Q2 Modell 10Y29: Gut (2,4), Preis: 26,90 Euro

Rauchmelder mit Funk und Lithium-Langzeitbatterie

Ei Electronics Ei650W mit Funkmodul Ei650M: Gut (2,2), Preis: 94 Euro

Fireangel ST-630-DET mit W2-Funkmodul: Gut (2,3), Preis: 65,00 Euro

Die Verlierer im Überblick

Smartwares Smoke detector RM 128, mit Funk: Ausreichend (3,8), Preis: 20 Euro

Gira Basic Q, mit Funk: Ausreichend (4,0), Preis: 35,00 Euro

Merten Argus MEG5480-1119, mit Funk: Mangelhaft (5,5), Preis : 103 Euro

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