Tagesstreik IG Metall will 24-Stunden-Streiks einführen

De Gewerkschaft IG Metall will Tagesstreiks einführen, die 24 Stunden dauern sollen - ohne Urabstimmung.

De Gewerkschaft IG Metall will Tagesstreiks einführen, die 24 Stunden dauern sollen - ohne Urabstimmung.© dpa / picture alliance

Arbeitgebern droht bald mehr Ärger in Tarifstreits: Die Gewerkschaft IG Metall will auch Streiks einführen, die 24 Stunden dauern sollen - und das ohne Urabstimmung.

Die IG Metall schärft ihre Waffen für den Arbeitskampf. Neben den bislang schon bekannten Warnstreiks will die Gewerkschaft ein weiteres Druckmittel einführen, für das noch keine Urabstimmung notwendig ist: den so genannten Tagesstreik. Anders als bei den meist auf wenige Stunden begrenzten Warnstreiks sollen sie 24 Stunden dauern und die Teilnehmer Streikgeld erhalten.

Entsprechende Änderungen des Arbeitskampfkonzeptes haben gleich mehrere Verwaltungsstellen beim Gewerkschaftstag der IG Metall in Frankfurt beantragt. Das höchste Gremium der Gewerkschaft nahm die Anträge am Freitag an und leitete sie an den Vorstand weiter. Eine endgültige Entscheidung soll noch in diesem Jahr fallen.

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Die Arbeitgeber kritisieren die angestrebte Ausweitung der Streikmöglichkeiten. „Wir brauchen eher weniger als mehr Möglichkeiten zum Streik. Die IG Metall sollte darüber nachdenken, ob Warnstreiks das richtige Mittel zur Mitgliederbindung sind“, sagte ein Sprecher von Gesamtmetall. Die nächste Tarifrunde in der zentralen Metall- und Elektroindustrie mit rund 3,7 Millionen Beschäftigten steht im kommenden März an.

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