Abgas-Skandal bei VW „Wir haben es völlig vermasselt“

Das Vertrauen in VW sei das "wichtigste Gut" des Unternehmens, beteuert der Ex-Konzernchef Martin Winterkorn. Wie konnte es trotzdem zu diesem Dekabel kommen?

Das Vertrauen in VW sei das "wichtigste Gut" des Unternehmens, beteuert der Ex-Konzernchef Martin Winterkorn. Wie konnte es trotzdem zu diesem Dekabel kommen?© dpa/picture-alliance

Der Skandal um frisierte Abgaswerte beim Autoriesen VW weitet sich aus. Während US-Chef Michael Horn Wiedergutmachung verspricht, tritt Konzernchef Martin Winterkorn zurück.

Es sollte eine Party werden – und dann das: „Wir waren unehrlich. Wir haben es völlig vermasselt.“ Mit diesen Worten eröffnet Volkswagens US-Chef Michael Horn die Präsentation des neuen Passats in Brooklyn. Angesichts des Abgas-Skandals, der den Konzern in Atem hält, interessiert das neue Auto aber kaum. In den Vereinigten Staaten braut sich gerade jede Menge Unmut zusammen.

Immerhin: Horn ist präsent, bezieht Stellung, entschuldigt sich – auch wenn er vom Teleprompter abliest. Es gibt bereits Spekulationen, dass der erst Anfang 2014 in den USA als Krisenmanager gestartete Vertriebsexperte seinen Schreibtisch schon wieder räumen könnte.

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VW-Konzernchef Martin Winterkorn ist am Mittwoch nach einer Krisensitzung in Wolfsburg von seinem Posten zurückgetreten. „Ich bin bestürzt über das, was in den vergangenen Tagen geschehen ist“, sagte Winterkorn. „Vor allem bin ich fassungslos, dass Verfehlungen dieser Tragweite im Volkswagen-Konzern möglich waren.“ Als Vorstandschef übernehme er jetzt die Verantwortung für die bekanntgewordenen Unregelmäßigkeiten bei Dieselmotoren. „Ich tue dies im Interesse des Unternehmens, obwohl ich mir keines Fehlverhaltens bewusst bin“, erklärte Winterkorn. „Volkswagen braucht einen Neuanfang – auch personell.“ Ein Nachfolger an
der Vorstandsspitze soll nicht vor Freitag bekanntgegeben werden.

Eines der finstersten Kapitel in der Firmengeschichte

Die letzten Tage dürften eines der finstersten Kapitel der VW-Firmengeschichte darstellen – und der Albtraum für den Konzern geht weiter. Kurz bevor Horn in New York zerknirscht die Bühne betritt, berichten US-Medien, dass der Autokonzern mittlerweile auch ins Visier des US-Justizministeriums geraten sei.

Damit würde sich der ohnehin schon höchst brisante Skandal um manipulierte Abgasmessungen bei Diesel-Autos zum Kriminalfall ausweiten, was für VW ein neuer Tiefpunkt wäre.

Die von den Wolfsburgern bereits zugegebenen Vergehen sind heftig: Mit einer speziellen Software, einem sogenannten Defeat Device, hat VW den Schadstoffausstoß von Diesel-Autos bei Emissionstests gefälscht. Die Luftverpestung soll um das bis zu Vierzigfache höherliegen, als die frisierten Werte vorgaukeln. Es droht eine Strafe der US-Umweltschutzbehörde von bis zu 18 Milliarden Dollar.

Bei dem Passat-Event in New York sind viele verunsicherte VW-Handelspartner im Publikum, für die es nur ein Thema gibt: Wie kann sich der Konzern aus dem Schlamassel befreien?

Das fragen sich auch die US-Medien. „Viele VW-Fahrer sind wütend und fühlen sich betrogen“, schreibt die renommierte „New York Times“. Der Schwindel sei eine große Bedrohung für das Image von VW in den USA.

Aus Ungläubigkeit wurde offener Ärger

Die Affäre sorgt auch in Amerika für viel Wirbel und Gesprächsstoff. Die Reaktionen der Käufer waren zunächst ungläubig, dann schlugen sie in offenen Ärger um. Bei vielen Kunden hatte das von Volkswagen mit massiven Werbekampagnen gepushte Versprechen besonders sauberer Diesel-Technologien durchaus verfangen.

Auf Twitter war schon am Wochenende ein Sturm der Empörung losgebrochen. „Habe mein Vertrauen in VW verloren“, kommentierte eine Nutzerin. „Ich fordere volle Entschädigung“, schrieb eine andere. Für den Konzern ist die Situation brandgefährlich – in Kalifornien haben Anwälte bereits die erste Sammelklage auf den Weg gebracht.

Ein Ende der Hiobsbotschaften scheint vorerst nicht in Sicht. Die VW-Aktie ist weiter im freien Fall, der Börsenwert schmilzt milliardenweise dahin. Der US-Kongress kündigte an, sich in einer Anhörung mit dem Fall auseinandersetzen zu wollen. Die US-Regierung zeigte sich „ziemlich besorgt“ über das Verhalten des deutschen Autobauers, sagte ein Sprecher von Präsident Barack Obama.

Der Imageschaden? Kaum zu bemessen

Die Lage ist absolut kritisch. Der Imageschaden dürfte kaum zu bemessen sein. Im für VW ohnehin problematischen US-Markt einen Fuß auf den Boden zu bekommen, scheint momentan fast unmöglich. Die mittlerweile aus dem Handel genommenen Diesel-Wagen zählten hier bislang zu den wenigen Verkaufsstützen.

Ohne Manipulation wären diese Modelle wohl gar nicht zugelassen worden, vermuten Experten. „Der Software-Trick war der einzige Grund“, schreibt das Fachblatt „Autonews“. Eine derartige Unverfrorenheit würde erklären, warum die US-Ermittler bereit scheinen, ein Exempel zu statuieren.

Zum zu erwartenden EPA-Bußgeld kommen für VW die Gefahr von teuren Zivil- und Sammelklagen sowie mögliche Strafen der US-Justiz. US-Chef Horn verspricht: „Wir werden es wieder gut machen. Wir werden bezahlen.“ Das dürfte allerdings richtig teuer werden. Und ob der Ruf wieder repariert werden kann, steht ohnehin auf einem anderen Blatt.

14 Kommentare
  • Christian Matschke 23. September 2015 14:59

    Viele Leser scheinen nicht ganz zu verstehen, dass das Problem viel größer ist, als die Frage, welches Auto wieviel Dreck in die Luft bläst (schlimm genug).

    VW hat offenkundig US-Behörden und seine Kunden vorsätzlich mit hoher krimineller Energie getäuscht. Das ist ein Super-GAU für die Marke VW und das weltweite Image der deutschen Industrie.

    Für die Krisenkommunikation von VW gibt es aus meiner Erfahrung nur eine Lösung: Macht es wie Bill Clinton und andere, gut beratene 1-A-Prominente. Werft Euch in den Staub und werft Asche auf Euer Haupt, wandelt im Büßerhemd und bittet um Vergebung.

    Nur die Öffentlichkeit kann die Marke VW wieder aufrichten, als Gnadenakt sozusagen.

  • Günther H. Schust 23. September 2015 12:46

    Bei diesen Verfehlungen werden meistens die Aufsichtsräte in den Firmen vergessen. Diese „blasen den Marsch“ und diktieren wo es lang geht (Herr Piech lässt hier seit Jahren grüßen). Die Personalkompetenz dieser Führungskräfte lässt aber schon lange zu wünschen übrig. Persönliche 360-Grad-Weiterbildung steht bei dieser Topleadergruppe nicht gerade im Fokus. Die meisten von Ihnen sind Steuervermeidungs-, Zahlen- und Stakeholdergetrieben. Ihr Augenmerk liegt dabei eher auf Einzelprobleme, Positionen und überhöhtem Profit bzw. überhöhter Rendite. Dabei grenzen sie sich auch von der Belegschaft aus, z.B., durch mangelnde Solidarität und Nichteinhaltung der (selbst-)verpflichtenden Führungsleitlinien, bzw. Compliance Systeme (Der ehrbare Kaufmann ist leider zwischenzeitlich in Vergessenheit geraten) sind überall vorhanden, jedoch schert man sich in vielen Firmen nicht besonders darum. Wenn dann etwas schief geht, werden Hundertschaften von Juristen betraut, die die Vergehen auf „Kavaliersdelikte“ herunterstufen (siehe Verstöße bei der Dt. Bank, Dt. Lufthansa, Dt. Post, Dt. Bahn, Dt. Bundeswehr, Dt. Automobilindustrie, etc.), Ein Paradigmenwechsel in der Führung ist schon lange angesagt, Die Herausforderungen der Zukunft bestehen wir nur, wenn wir „ehrlich“ mit uns und der Umwelt umgehen. Fehlverhalten wird heute immer aufgedeckt und kostet auch viel Geld + Imageverlust. Jedoch ändern sich Führungskräfte mit Ihrem Verhalten nur, wenn sie auch ein Feedback von der Mannschaft die sie führen bekommen – Leider finden wir aber in den Firmen immer mehr angepasste Menschen, die für Geld alles machen, aber das was sie tun nicht mehr reflektieren, ob es auch ethisch-moralisch unserer Gesellschaft in Zukunft weiter hilft. Wenn es Sie interessiert: Ich habe dazu einen Führungsleitfaden „Führung 5.0“ geschrieben, den Sie im eBookverlag Bookboon unter ‚Schust‘ herunterladen können. Das Buch ist von der Uni St. Gallen / Schweiz als herausragend zum Lesen empfohlen.

  • Thomas 23. September 2015 12:40

    VW ist also beim Manipulieren erwischt worden und hat die Käufer und die Zulassungsbehörden beschissen, na und? Mal ganz ehrlich wen interessiert es? Jeder der selbst Auto fährt, ist ein potentieller Mörder, Körperverletzter und eben auch ein massiver Umweltschädiger. Ist so ähnlich wie mit dem Rauchen oder bei anderen Junkies – verspricht der Dealer „Das ist guter Stoff“ oder „…das ist harmlos“ glaubt der Konsument eben das was er will und Behörden eben auch.
    Die Wahrheit das nahezu jedes einzelne Auto relativ sinnfrei Ressourcen verpulvert, die Umwelt nachhaltig belastet und zudem noch die meiste Zeit am Tag sinnlos in der Gegend herum steht, will niemand wissen. Der Mensch will eben auch beschissen werden, warum also nicht auch konsequenterweise bei den Abgaswerten? Warum sind VW jetzt „die Bösen” während sich Millionen Autofahrer tagtäglich selbst bescheißen? Im Endeffekt hat VW sie doch nur so beschissen wie sie es haben wollten damit sie im eigenen Selbstbetrug an der Götze Automobil festhalten können. Das ist doch perfektes Marketing – business as usual.

  • Helmut H. 23. September 2015 11:34

    Scheinbar wollte VW den Rest der Welt für dumm verkaufen. Der Schaden geht hier aufgrund der Größe und Position von VW weit über die Grenzen von VW hinaus. Die Menge an schädlichen Abgasen, Imageverlust, Wertverlust der Autos etc. lässt sich in Zahlen ausdrücken.
    Was die Konzerne mit unseren Daten, abgegriffen aus den Steuergeräten der Autos, den Smart Phons, unsern PC´s etc. machen, bestes Beispiel zuletzt Windows 10 von Microsoft, lässt sich nicht so leicht darstellen. Die paar amtlichen Datenschützer bei Land und Bund stehen da auf völlig verlorenem Posten. Sie können nicht einmal als Feigenblatt dienen. Welcher Kulturwandel und Manipulations-Tsunami uns hier überrollen wird (bereits hat ?) ist wohl noch in der Cloud.
    Ich warte auf den Aufschrei .

  • BAS 23. September 2015 09:55

    „Wozu die Aufregung“? Ein die Kunden, die Umwelt und den Rechtsstaat – mithin letztlich die Gesellschaft – derart böswillig angreifendes Verhalten zu tolerieren, bedarf schon einiger Abgestumpftheit und Perspektivlosigkeit.

    Dass andere Unternehmen ähnlich sozialfeindlich handeln, entschuldigt nichts. Ein Mord wiegt nicht weniger, nur weil es auch andere Morde gibt. Andernfalls wären alle sozialen Konventionen des Zusammenlebens unmittelbar bedeutungslos (wofür letztlich alle werben, die das Handeln von VW entschuldigen).

    Für mich steht die Bestellung eines neuen Leasingautos an. Es war fast sicher, dass es ein VW wird. Das ist ethisch für mich nun nicht mehr vertretbar.

  • Barbara 23. September 2015 09:41

    In solchen Situationen ist mein Lieblingssatz: „….Hochmut, kommt vor dem Fall.“…
    Ich schäme mich allerdings auch sehr für die Dummheit und Kurzsichtigkeit solcher Aktionen von Firmen in Deutschland. Das hat für uns alle in diesem Land ein Nachspiel, nicht nur für die gut bezahlten Herren, die sich diesen Bockmist erlaubt haben. Alle Zulieferfirmen von VW werden davon betroffen sein, die ehrlich und qualitativ hochwertig, jedoch für viel weniger Geld Ihre Arbeit machen sollen, Herr Winterkorn!

  • S.U.N. 23. September 2015 09:26

    Stellen Sie sich vor, Sie kaufen das Gemälde eines namhaften Künstlers. Wie sich später herausstellt, ist es vom Verkäufer gefälscht worden. Als Sie ihn zur Rede stellen, hören Sie von ihm: „Wir haben es vermasselt“. – Das mutet schon fast skurril an.

    Kassiererinnen, die Pfandbons im Wert von € 1,30 unterschlagen, werden fristlos entlassen. Altenpflegerinnen, die übrig gebliebenes Essen mitnehmen ebenenfalls.

    Bei Top-Managern, die wissentlich Milliarden in den Sand setzen, stellt sich lediglich die Frage, ob wohl deren Verträge verlängert werden … – Das mutet erbärmlich an.

  • Dieter Harth 23. September 2015 09:19

    ZU all dem kann ich nur sagen „Herr Piech lässt grüßen“
    Was ich nicht haben kann soll auch kein anderer haben.

  • Alex H. 23. September 2015 09:16

    Bevor die USA zu laut wird, sollen die erst im eigenen Garten nach Leichen schaufeln! Von derem letzten Betrug in Form von Wirtschaftsspionage durch die NSA scheinen die wohl völlig vergessen zu haben.
    Bevor die über die deutsche Technologie herziehen, besser vorher prüfen, ob die es besser können.
    Die ganze Aufregung ist ein purer Witz! Habe kein Verständnis dafür.

  • Klaus König 23. September 2015 08:53

    Es wird doch nicht nur bei den Abgaswerten manipuliert sondern – wie seit Jahren in diversen Automagazinen berichtet wird – auch bei den Verbrauchswerten – und das wohl bei allen deutschen Automarken. Wozu und worüber also die Aufregung?

    Deutsche Manager/Innen ebenso wie Politiker/Innen stellen sich national wie international stets gerne als „Saubermänner und Sauberfrauen“ hin, doch hinter den Türen wird getrickst, manipuliert und betrogen.
    Was all diesen Menschen völlig fehlt ist die Tatsache, dass ALLES auch Konsequenzen hat, denn auf eine Ursache MUSS, wenn auch zeitlich versetzt, auch eine Auswirkung kommen. Das weiß jeder Landwirt und jeder Gärtner. Wenn man Mais aussät wird man Monate später auch Mais ernten. Niemand kann etwas ernten, was er nicht gesät hat und jeder MUSS ernten, was er gesät hat.
    Sich vor dieser einfachen Tatsache zu verschließen ist nicht nur arrogant und anmaßend, sondern ziemlich dumm. Wie sagt der Volksmund so treffend: „der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.“

    Es wäre wünschenswert, wenn die so genannten Verantwortlichen an den Spitzen von Unternehmen und der Politik sich auf Werte jenseits des Profits und ihrer Dividenden konzentrieren würden, dann käme nicht nur wieder mehr Menschlichkeit in die Wirtschaft sondern auch Ehrlichkeit, Anstand und Respekt. Alles Faktoren die Vertrauen nicht nur schaffen, sondern die Basis sind.

    Wann begreifen Manager/Innen und Politiker/Innen endlich, dass mit Lug und Betrug, Menschen – Mitarbeiter/Innen wie Kunden) für ihre Zwecke auszunutzen und zu mißbrauchen um irgendwelche egozentrierten Ziele zu erreichen, noch NIE auf Dauer funktioniert hat. DIE Wirtschaft per se ist so nicht, sondern erst die darin agierenden Menschen machen sie zu dem, was sie ist. Das gleiche gilt für die Politik.
    Es sind IMMER Menschen die ihre Verantwortung dafür verwenden, tatsächliche (menschliche) Werte zu schaffen oder ihre Macht missbrauchen, um dem Götzen Geld/Kapital zu dienen. Darin liegt die einzige Entscheidung die es zu treffen gilt.

    Menschen werden endlich mündiger und lassen sich vieles nicht mehr gefallen oder spielen nicht mehr nur nach den Regel die ihnen andere aufoktroieren. Immer mehr erkennen, dass sie eine Wahl haben, dass es auch anders geht. Dieses Land braucht mehr denn je verantwortungsvolle und verantwortungsbewusste Menschen die damit aufhören, ihre Seele dem Meistbietenden zu verkaufen oder etwas – und sei es nur durch ihr Stillschweigen – mitzutragen, dass anderen Menschen Schaden zufügt oder diese benachteiligt.

    Es wäre wünschenswert, wenn ALLE Menschen erkennen würden, dass jeder einzelne Gedanke, jedes einzelne Gefühl und jede einzelne Handlung eine Art Samenkorn ist, dass ausgesät wird und dass die Qualität dieses Saatguts geerntet werden muss. Wenn dies wirklich zutiefst realisiert und die Auswirkungen erfasst werden, DANN ändert sich das Bewusstsein in der Gesellschaft, daraufhin in der Wirtschaft und der Politik. Darin liegt die Verantwortung jedes einzelnen Menschen. Denn jedes Land – auch Deutschland – hat die Wirtschaft und ihre Lenker und die Politik samt ihrer Agierenden, die es braucht. Dies wirft insgesamt betrachtet, kein wirklich positives Bild auf dieses Land und seiner Bevölkerung.

    Vielleicht trägt ja diese Situation jetzt dazu bei, dass innegehalten wird um sich ein paar Fragen zu stellen, innezuhalten und zu prüfen, warum Betrug und Manipulation so häufig verwendete Instrumente sind – und zwar vielerorts? Innezuhalten um sich zu fragen, was mache ich da eigentlich, wozu und um welchen Preis? Und noch hunderte andere Fragen.
    Wenn dazu der Mut und die Kraft aufgebracht wird, kann sich die Wirtschaft, die Politik, dieses Land wandeln, doch nur dann. Es braucht ein neues, anderes Bewusstsein, denn wohin das aktuelle führte, ist an allen Ecken und Enden und vielen Bereichen, ersichtlich. Und wenn wir weiterhin mit dieser Bewusstseinsqualität unser Leben leben, wissen wir heute bereits, wie in 5, 7, 10 Jahren dieses Land und Europa ausschauen wird. Es liegt an uns, an jedem Einzelnen.

  • Albrecht 23. September 2015 08:30

    Die unersättliche Gier der Konzerne (bzw. der Shareholder) ist so gewaltig, dass intelligente Menschen in organisierte Kriminalität abrutschen. Das ist ein Systemproblem! Die Abschaffung von Moral und Ethik in den letzten Jahrzehnten erfordert zunehmend Regeln und Kontrollen, die nicht zu stemmen sind. Es ist eine Art Wettlauf entstanden zwischen Gesetzgeber/Exekutive und den Verbrecherorganisationen. VW wird nur die Spitze eines gewaltigen Eisbergs sein, an dem der Raubtier-Kapitalismus zerschellen könnte.
    Dass die Amis sich darüber aufregen, wundert mich aber dann doch. Denn gerade sie haben den meisten Dreck am Strecken (enge Verfilzung von Geheimdiensten und Wirtschaft, Fracking, Chlorhähnchen, Gendreck, uvm.).
    Fazit: die Mafia ist keine in sich geschlossene Organisation mehr, Mafia ist überall!

  • Anonymous 23. September 2015 08:02

    Wie ist es denn mit der KFZ-Steuer bei den betroffenen Fahrzeugen. Müssten die nicht eigentlich mehr entrichten?

  • sweetyule 23. September 2015 07:48

    Ohne den VW Konzern in Schutz nehmen zu wollen, sind die Amerikaner die größten Heuchler was Umweltbewustsein anbelangt.
    Für mich ist das „Auto“ längst überfällig und ein Auslaufmodell!
    sy

  • Stephan Junghans 23. September 2015 07:41

    Was soll diese künstliche Aufregung???
    Aber klar, wenn es gegen das Auto geht, sind alle die scheinheiligen Weltverbesserer und vermeintlichen „wir retten die Welt“- Umweltterroristen wieder dabei.
    Es ist seit Jahren bekannt, daß bei den Verbrauchszahlen a l l e r Automobilhersteller, sagen wir mal „kreativ gearbeitet wird“, d.h., niemand kommt auf den niedrigen Verbrauch, den die Hersteller angeben. Wie sollen also dann die Werte für den Schadstoffausstoß stimmen??? Wie naiv sind diese Leute eigentlich? Nebenbei:
    Wußten Sie schon, daß wir fast die Hälfte der Welterdölförderung verwenden, um unsere Är…, Entschuldigung, Popos zu wärmen. Eine Kuscheldecke oder ein Sweatshirt übergezogen, anstatt die Heizung hochzudrehen, spart mehr Abgase und Schadstoffe, als alle Tempolimits der Welt!

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