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16.01.2007

Gute Seiten für Google

Viele Unternehmen bieten gute Produkte und erstklassigen Service, sind aber bei Google schlecht gelistet. impulse erklärt, woran das liegt.

"Ich hasse die Wirklichkeit, aber es ist der einzige Ort, wo man ein gutes Steak bekommt!" Dieses Zitat wird Woody Allen zugeschrieben. Google hat es da noch schwerer als der Filmemacher, denn für Google ist die Realität schlichtweg nicht erreichbar. Ein Unternehmen existiert erst dann für Google, wenn jemand im Internet darüber schreibt. Ein Gastronom, der in der Wirklichkeit gute Steaks anbietet, ist deswegen noch lange nicht bei Google zu finden.

Und genau das ist das Problem: Ein gutes Steak bekommt man eben nur in der Realität und nicht bei Google. Und das gilt genau so für Handwerker und jeden Unternehmer, der von Kunden gefunden werden will.

Wenn der Kunde bei Google einen guten Klempner sucht, findet er nicht den, der am besten lötet, sondern den, der am besten schreibt. Denn Google verarbeitet keine Dachrinnen, sondern Texte. Um bei Google gut gelistet zu sein, müssen Mittelständler also ihr Unternehmen zunächst schriftlich gut darstellen. Nicht bildlich - und auch nicht mit einem schicken Design.

Denn es ist nicht nur die Realität, die für Google keine Rolle spielt. Auch Bilder und das Design einer Web-Seite werden ignoriert. Es sei denn, sie behindern Google bei der Suche nach Texten. Dann führen zu viel grafische Elemente dazu, dass die Seite in den Ergebnislisten nach hinten rutscht. Und wenn das passiert, liegt die Versuchung nahe, die Seite mit Tricks wieder nach oben zu schummeln. Die aber werden mit Rauswurf geahndet. Eine Zwickmühle.

Um der zu entkommen, hilft nur eins: Empfehlungen. Denn genau wie in der Wirklichkeit gelten auch bei Google Empfehlungen von dritten als bestes Qualitätskriterium. Nur dass Google nicht auf Mund-Propaganda hört, sondern Links von anderen Web-Adressen als Empfehlung wertet.

Um in den Ergebnislisten aufzusteigen, sollten Unternehmer also andere bitten, ihre Homepage zu verlinken. Das können Lieferanten, Kunden, Geschäftspartner sein, Mitglieder der IHK oder der Handwerkskammer. Im Gegenzug können Sie deren Seiten auch verlinken. Nur aus einer Quelle dürfen diese Links nicht stammen: Aus automatisierten Linkprogrammen im Internet. Denn die gelten bei Google genau so als Betrug wie Brückenseiten oder versteckter Text.

Und wenn die Web-Seiten gut geschrieben und verlinkt sind, bei Google angemeldet und mit einer Sitemap versehen, dann hilft nur noch eins: Abwarten. Denn Google arbeitet zwar mit den schnellsten Computern, hat aber Bearbeitungszeiten, wie man sie eher von einer Behörde erwartet.

Google Webmaster-Tools

Mit Webmaster-Tools stimmen Unternehmer ihre Homepage perfekt auf Google ab. So funktionieren sie.

Google-Konto registrieren
Um die Dienste für Homepage-Inhaber nutzen zu können, müssen Sie ein Google-Konto haben. Hier können Sie kostenlos eins einrichten.

Login
Wenn das Konto mit E-Mail-Adresse und Passwort registriert wurde, können Sie sich hier für die Webmasterdienste anmelden.

Website hinzufügen
Als nächstes muss Google wissen, welche Websites Sie bearbeiten wollen. Am Anfang ist die Liste der Web-Adressen leer. Um sie zu füllen, tragen Sie im Eingabefeld darüber die gewünschte Adresse ein. Wenn nur eine einzelne Firmen-Website gepflegt werden soll, bleibt es bei dem einen Eintrag. Die meisten Websites bestehen aus mehreren Seiten. Es braucht aber nur die Startseite eingetragen zu werden.

Status überprüfen
Durch einen Klick auf die neu eingetragene Adresse kann jetzt schon der Seitenstatus angezeigt werden. Sollte sich an dieser Stelle zeigen, dass Ihre Seiten gar nicht bei Google erfasst sind, wird es höchste Zeit, das zu ändern. Hier melden Sie sie an.

Website bestätigen
Die meisten Funktionen der Webmastertools stehen nur dem Inhaber einer Website zur Verfügung. Um zu zeigen, dass die Website Ihnen gehört, müssen Sie eine Datei mit einem kodierten Namen auf Ihre Site hochladen. Wenn Sie nicht wissen, wie man Dateien auf Ihren Server hochlädt, besorgen Sie sich zunächst die Zugangsdaten bei dem Web-Dienstleister, der Ihre Homepage betreut. Die Zugangsdaten bestehen aus einer FTP-Adresse, einem Benutzernamen und einem Passwort. Mit diesen Daten weisen Sie sich gegenüber Google als Besitzer der Website aus. So geht's.

Inhaltsverzeichnis anlegen
Damit Google Ihre Seiten optimal erfassen kann, können Sie dem Suchprogramm ein spezielles Inhaltsverzeichnis zur Verfügung stellen, eine so genannte Sitemap. Die Sitemap können Sie mit verschiedenen Programmen oder mit einem Online-Service herstellen. Google selbst bietet auch ein Programm dafür an, das ist aber zu kompliziert.

Am einfachsten erzeugen Sie eine Sitemap mit dem Online-Service von Tobias Kluge. Der Programmierer aus dem Dorf Stutensee zwischen Karlsruhe und Bruchsal stellt sein Sitemap-Programm kostenlos zur Verfügung. Der Online-Service ist für kleine Websites geeignet, die sich komplett innerhalb von 30 Sekunden durchsuchen lassen - nach dieser Zeitspanne beendet Kluges Online-Dienst sich nämlich.

So erzeugen Sie eine Sitemap online:

Tragen Sie Ihre Web-Adresse auf Kluges Online-Formular ein. Das Formular zeigt noch drei andere Eingabefelder, die Sie unverändert lassen. Klicken Sie auf "submit".

Es erscheint eine Tabelle mit den Seiten, die das Programm auf Ihrem Server gefunden hat. Falls Sie Seiten von der Sitemap ausschließen wollen, entfernen Sie das Häkchen links. Unter "Änderungshäufigkeit" können Sie einstellen, wie oft die Seite aktualisiert wird. "Immer" bedeutet hier, dass die Seite sich durch eine spezielle Programmierung bei jedem Aufruf ändert. Die Priorität der Seiten liegt zwischen 0.0 und 1.0. Setzen Sie die wichtigsten Seiten auf den Wert 1.0.

Klicken Sie auf "Sitemap-Datei erzeugen". Es erscheint ein XML-Quelltext, der die Anordnung der Seiten auf Ihrem Server in einem computerlesbaren Format zeigt. Speichern Sie die Datei an einem sinnvollen Ort mit einem sinnvollen Namen mit der Endung xml.

Laden Sie die Datei auf Ihren Webserver hoch. Dazu öffnen Sie ein neues Explorer-Fenster und tragen Sie in die Adresszeile die FTP-Adresse Ihrer Website ein. Die Adresse muss mit der Zeichenfolge ftp:// anfangen. Es erscheint ein Fenster, das die Zugangsdaten abfragt. Tragen Sie Benutzernamen und Passwort ein. Ziehen Sie die XML-Datei in dieses Explorer-Fenster.

Jetzt können Sie die Sitemap bei Google einreichen. Klicken Sie dazu in den Webmaster-Tools in der Liste der Websites auf "Sitemap hinzufügen". Wählen Sie den Typ "Allgemeine Web-Sitemap" und geben Sie die Adresse Ihrer Sitemap ein.

Fertig. Jetzt kann Google Ihre Web-Seiten schneller und gründlicher erfassen. Trotzdem kann es ein paar Stunden dauern, bis Ihre Seiten indexiert sind.

© 1999 - 2010 impulse

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