Aufkleber, vierfarbig, 100 Stück für 7,90 Euro bei Logiprint.com. Briefpapier mit Logo und Geschäftsadresse in Offsetqualität auf 80 Gramm Papier: Printplanet.de offeriert 250 Stück für 29,90 Euro. Oder Flyer von Laser-line.de, als Sechsseiter gefalzt, 50.000 Exemplare für 1566 Euro. "Bei solchen Preisen schäumt unser traditioneller Wettbewerb, dann ist schnell von Dumping die Rede", freut sich Logiprint-Chef Michael Urban. Gemeinsam mit seinen Mitbewerbern mischt er derzeit den klassischen Druckmarkt auf.
Der Ibbenbürener betreibt eine Internetdruckerei, die mit den herkömmlichen Abläufen der Druckindustrie nicht mehr viel gemein hat. "Wir sind keineswegs nur ein Drucker, der einen besonders schönen Webauftritt hat", sagt Urban, "wir haben viele unserer Prozesse komplett ins Netz verlagert."
Beispielsweise gestaltet der Kunde seine gewünschten Broschüren, Karten oder Aufkleber bereits via Internet und wickelt auch die Fertigung und Auslieferung online ab. "Im Idealfall benötigt der Besteller nur wenige Klicks und erhält ein paar Tage später seine Drucksachen angeliefert", ergänzt der 37-jährige Internetdrucker, der als Gründer des Shoppingportals Buch.de von seinem langjährigen Know-how über Webprozesse profitiert.
Günstigere Abläufe
Hinzu kommt, dass die herkömmlichen Druckereien oft ineffizient arbeiten. "Durch die Webtechnologie können Internetdruckereien ihre Prozesskosten deutlich senken und dies als Preisvorteil anschließend an den Kunden weitergeben", bestätigt Thorsten Wichmann, Chef des Berliner Marktforschungsinstituts Berlecon.
Wichmann: "Allerdings gilt dieser Vorteil ausschließlich für standardisierte, unkomplizierte Aufträge." Druckaufträge, die etwa durch ausgefallene Farben oder spezielle Anforderungen aus dem Rahmen fallen, erfordern auch bei den Internetdruckereien die herkömmlichen Abstimmungsprozesse.
Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 10/2005, Seite 144, nachlesen.
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