Thomas Rable erwischte es eiskalt: Innerhalb weniger Tage sank das Bestellvolumen seines Versandhandels um fast 30 Prozent. Der Grund war schnell gefunden: Google hatte seine Adresse www.werbeartikel-discount.com komplett aus der Datenbank entfernt. Kein Wunder, dass der Neun-Mann-Betrieb kaum noch Bestellungen verbuchte.
Warum seine Homepage aussortiert wurde, musste der Taufkirchener selbst herausfinden. Erst nach langem Suchen kam er der technischen Panne auf die Spur: Er hatte einige Textteile auf seinen Seiten mit weißer Schrift unsichtbar gemacht. Damit wollte Rable Ausdrucke auf Papier von störendem Beiwerk befreien. Was der Online-Händler nicht wusste: Google hält versteckte Texte für Manipulationsversuche. Und die werden drastisch geahndet: mit Rauswurf.
Bereits seit dem Frühjahr 2006 geht der weltweite Marktführer nun auch in Deutschland verschärft gegen unlautere Tricks vor. Mit deren Hilfe versuchen findige Website-Besitzer, ihre Seiten in den Listen so weit wie möglich nach oben zu schummeln. Denn in den Rankings gilt: Wer ganz oben steht, wird öfter angeklickt.
Dabei kann ein Top-Ranking auch auf legalem Weg gelingen. impulse erklärt die googleeigenen Analyse-Tools, beschreibt unlautere Tricks und zeigt die besten Werkzeuge für ein Top-Ranking.
Stichwort Analyse: Google bietet mit den Webmaster-Tools Instrumente an, mit deren Hilfe Shop-Betreiber leicht feststellen, ob der Suchroboter bei den Besuchen seiner Internetseiten auf Schwierigkeiten stößt. Wer die Fehler anschließend behebt, erleichtert dem Googlebot die Arbeit und wird mit einer vorderen Platzierung belohnt. Und mit dem Programm Sitemap Generator können sogar spezielle, googletaugliche Inhaltsverzeichnisse erstellt werden. Mit deren Hilfe rutscht die Domain in den Ergebnislisten ebenfalls nach oben.
Unlautere Tricks vermeiden
Verzichten sollten seriöse Online-Händler dagegen auf die unerlaubten Tricks, mit denen etliche schwarze Schafe versuchen, das Ranking zu ihren Gunsten zu manipulieren. Da werden beispielsweise en masse Seiten ohne jeden Sinn verlinkt - nur weil viele Querverweise als ein Zeichen für gute Qualität gelten. Eine andere beliebte Variante: wahllos aneinandergereihte Stichwörter, die sich ständig wiederholen. "Wir finden täglich Tausende dieser sinnlosen Seiten im Web", rügt Google-Sprecher Stefan Keuchel.
Damit die Kunden solche für Suchmaschinen optimierten Texte nicht sehen können, verstecken die Trickser ihre Stichwortketten. Etwa auf Seiten, die der Server nur anzeigt, wenn Google den Abruf startet. Oder mit weißer Schrift auf weißem Grund - jener Technik, die Shop-Betreiber Thomas Rable in gutem Glauben für seine Druckseiten benutzt hatte.
Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 02/2007, Seite 88, nachlesen.
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