Unternehmen Die Gier der Manager

Die Gier der Manager schade der sozialen Marktwirtschaft, so der Chef des Hörgeräte-Herstellers Martin Kind. In der Politik sollte weniger gestritten und mehr entschieden werden. Außerdem hat Kind einige Ratschläge für die Schuldentilgung.

Martin Kind, Chef des Hörgerate Herstellers Kind, hat die Manager-Kaste in einer Rede vor mittelständischen Unternehmern, die das Wirtschaftsmagazin ‘impulse’ (Ausgabe 12/2012, EVT 29. November) dokumentiert, scharf kritisiert: „Die Gier einiger weniger Manager hat dem Ansehen unserer sozialen Marktwirtschaft mehr geschadet als das gesammelte Werk von Karl Marx“, sagte Kind in seiner Festrede anlässlich der Preisverleihung an die „Turnarounder des Jahres“ in Berlin. Eliten sollten an ihrer Leistung gemessen werden und nicht an Gehältern und Boni, führte der Unternehmer aus.

An die Adresse der Politiker gerichtet, mahnte Kind mehr konstruktives Handeln an: Es sei nicht immer zielführend, wie gegenwärtig in der Politik über alles und jedes gestritten werde. Im Ergebnis entstehe so die Außenwahrnehmung, dass zu wenig entschieden und umgesetzt wird wie etwa bei der Sanierung der öffentlichen Haushalte. Als Lösungsalternative für die immer größer werdenden Schulden Deutschlands schlug Kind vor, diese in einen Altlasten-Fonds auszulagern und den Solidaritätszuschlag zur Schuldentilgung zu nutzen.

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