Unternehmen Drogeriekette Rossmann plant Wechsel im Top-Management

Firmengründer und -chef Dirk Rossmann auf der Jahrespressekonferenz 2011.

Firmengründer und -chef Dirk Rossmann auf der Jahrespressekonferenz 2011.© Rossmann

Bei der Drogeriekette Rossmann bahnt sich der erste große Wechsel im Top-Management seit mehr als 20 Jahren an. Während Firmengründer Dirk Roßmann und seine Frau an der Unternehmensspitze bleiben, ziehen sich die übrigen zwei Geschäftsführer zurück. Rücken nun Rossmanns Söhne auf?

An der Viererspitze der Drogeriemarktkette Rossmann bahnt sich der erste große Wechsel seit gut 20 Jahren an. Während Firmengründer Dirk Roßmann und seine Ehefrau Alice Schardt-Roßmann an Bord bleiben, verabschieden sich die übrigen zwei Geschäftsführer Roland Frobel (Ressort Verwaltung/Finanzen) und Klaus Praus (Einkauf/ Marketing) zum Jahresende aus dem Tagesgeschäft. Sie werden der Kette dann noch beratend zur Seite stehen. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch am Firmensitz in Burgwedel nahe Hannover mit. Es sei der erste große Führungswechsel bei Rossmann seit mehr als 20 Jahren.

Bereits eng eingebunden im Management sind Roßmanns Söhne Daniel und Raoul. Wie Firmenchef Dirk Roßmann berichtete, werde Raoul die Aufgabe des Einkaufschefs übernehmen. Ob er aber damit auch in Personalunion die Position eines der vier Geschäftsführer einnehme, ließ Roßmann offen. Wer das Amt des Finanzchefs übernehme, stehe intern fest, solle aber erst zum Jahresende öffentlich werden. Daniel kümmerte sich zuletzt um die Strategie der Unternehmensexpansion.

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Bei den Bilanzzahlen sieht die Drogeriemarktkette nach 16 Jahren mit zweistelligen Wachstumsraten ihre Beschleunigung dieses Jahr an eine Grenze stoßen. Mit einer Prognose von „gut 8 Prozent“ Umsatzplus rechnen die Niedersachsen diesmal mit einer einstelligen Zuwachsrate.

In den ersten zwei Monaten 2014 habe die Rossmann-Gruppe 1,06 Milliarden Euro umgesetzt und so gut acht Prozent Zuwachs verbucht. Davon kamen 808 Millionen Euro aus Deutschland, was einer Steigerung von 8,7 Prozent entspreche. Ende des Jahres will die Gruppe im Inland und Ausland zusammen mehr als sieben Milliarden Euro umsetzen.

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