Unternehmen Elektro-Pionier Tesla fährt hohen Verlust ein

US-Milliardär Elon Musk hat große Pläne, die Welt mit Elektroautos, Weltraum-Raketen und Batterien für Haushalte zu verändern. Allerdings gehen die vielen Vorhaben bisher kräftig ins Geld.

Der Elektroauto-Hersteller Tesla fährt weiterhin hohe Verluste ein. Im ersten Quartal verbuchte das US-Unternehmen nach eigenen Angaben ein Minus von knapp 154,2 Millionen Dollar – deutlich mehr als im Vorjahr. Von Januar bis März 2014 hatte Tesla knapp 50 Millionen Dollar verloren.

Hauptgrund für den Verlust sind Investitionen in ein neues Batteriewerk in Kalifornien. In der fünf Milliarden Dollar teuren Fabrik will Tesla bereits in wenigen Jahren eine halbe Million Batteriepakete pro Jahr produzieren. Tesla-Chef Elon Musk hatte dazu in der vergangenen Woche einen Akku für Haushalte und mittelständische Unternehmen präsentiert, die selbst erzeugten Solarstrom nutzen wollen. Der Elektroauto-Hersteller nimmt sich damit einen neuen Markt vor und will nach der Autobranche die Energiebranche aufmischen.

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In der vergangenen Woche seien bereits mehr als 38.000 Stück der flachen „Powerwall“-Batterien geordert worden, sagte Musk in der Telefonkonferenz nach Vorlage der Zahlen. „Wir sind praktisch bis Mitte kommenden Jahres ausverkauft.“ Mit den Stromspeichern sollen Stromkunden in aller Welt unabhängiger von ihren Energieversorgern werden. In Deutschland kooperiert das US-Unternehmen mit dem Stromanbieter Lichblick.

Zu Buche schlugen außerdem Ausgaben für den Produktionsstart des neuen Elektroautos Model X, das im dritten Quartal auf den Markt kommen soll. Der Start hatte sich aus verschiedenen Gründen immer weiter verzögert.

Bildergalerie: Die Edel-Elektroflitzer von Tesla

Die Nachfrage nach den Elektroautos aus Kalifornien steigt. Der Umsatz schnellte im Jahresvergleich um fast 52 Prozent auf 893,3 Millionen Dollar nach oben. Im ersten Quartal lieferte Tesla gut 10.000 Fahrzeuge aus, im laufenden Quartal sollen es bis zu 11.000 sein. Im Gesamtjahr will das Unternehmen 55.000 Autos verkaufen – nach gut 31.650 Autos im vergangenen Jahr.

Der Absatz soll auch mit dem Model 3 angekurbelt werden, das deutlich günstiger sein soll und voraussichtlich im März 2016 vorgestellt und ab 2017 ausgeliefert werden soll.

Tesla-Liebhaber in Deutschland müssen sich allerdings auf höhere Preise einstellen: Das Unternehmen will die Preise in Europa um rund fünf Prozent erhöhen, um die negativen Effekte durch den starken Dollar abzufedern.

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