Mittelstand Diese Familienunternehmen sind Wachstums-Champions

Gute Zeiten für Deutschlands große Familienunternehmen: Sie legten 2014 bei Umsatz, Gewinn und Mitarbeitern zu. Welche Firmen das höchste Wachstum verzeichnen konnten.

959 Milliarden Euro – eine beeindruckende Zahl. So viel Umsatz machten Deutschlands 50 größte Familienunternehmen zusammengerechnet im Jahr 2014. Einer aktuellen Analyse des Stuttgarter Instituts für Familienunternehmen (IFF) zufolge sind das 30 Milliarden Euro mehr als im Jahr zuvor.

2013 hatten die führenden deutschen Familienunternehmen nur ein Mini-Wachstum verzeichnen können. Nun geht es offenbar wieder aufwärts.  Nach Angaben von IFF-Vorstand Mark K. Binz deutet alles darauf hin, dass auch 2015 für das Gros der Unternehmen ein gutes Jahr werden wird.

Durchschnittlich ein bis fünf Prozent Wachstum

Die IFF-Analyse enthält auch eine Rangliste der größten Familienunternehmen Deutschlands. Die Zahlen ähneln denen des Global Family Business Index der Universität St. Gallen, die wir im Juni vorgestellt haben: Demzufolge liegt Volkswagen im Umsatz vor BMW und der Schwarz-Gruppe.

Besonders spannend ist aber ein Blick auf die Wachstumschampions: Diese dynamischen Familienunternehmen konnten ihrem Umsatz 2014 um mehr als zehn Prozent steigern.  Den meisten anderen Unternehmen in der Analyse gelang nur ein Wachstum im Korridor von einem bis fünf Prozent.

Bildergalerie: Diese Familienunternehmen liegen beim Wachstum vorn

Kein Unternehmen in den roten Zahlen

Wie robust die großen deutschen Familienunternehmen aktuell aufgestellt sind, zeigt auch ein Blick auf das operative Ergebnis. Demnach schreibt keines der 26 Unternehmen, die Angaben zum Ebit machen, rote Zahlen. Insgesamt erzielten die 26 Unternehmen ein Ebit von 50,4 Milliarden Euro – 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Regelrechte Ergebnisexplosionen verzeichneten Wacker Chemie (+288 Prozent auf 443 Millionen Euro) und Benteler (+227 Prozent auf 186 Millionen Euro). Aber auch Schaeffler konnte um 51 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zulegen.

Die dritte positive Entwicklung betrifft die Zahl der Mitarbeiter:  Im vergangenen Jahr stieg sie 2014 bei den Top-50-Familienunternehmen auf 3,8 Millionen Menschen – ein Plus von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Arbeitsplätze abbauen mussten nur sechs der analysierten Unternehmen.

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