Unternehmen Filter für Autos und Kaufhäuser sollen Geschäft ankurbeln

Der Filterhersteller Mann+Hummel sieht für 2014 mehrere Risiken und plant vorsichtig. Neue Produkte für Autos und Kaufhäuser sollen für Rückenwind sorgen. Sie sollen schon bald winzigste Schadstoffe erfassen.

Der Autozulieferer Mann+Hummel blickt trotz Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn vorsichtig auf das laufende Jahr. Zwar habe sich die Autokonjunktur zuletzt gebessert, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Alfred Weber, am Donnerstag in Stuttgart. Er ergänzte aber: „In der Industrie und im Maschinenbau warten wir noch auf eine nachhaltigere Erholung.“ Beim Umsatz plant der Filterspezialist laut Geschäftsbericht einen leichten Anstieg, das operative Ergebnis dürfte aber unter anderem wegen steigender Materialkosten stagnieren.

2013 hatte Mann+Hummel die Erlöse um 2,3 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro gesteigert. Dabei hatten sich allerdings Währungseffekte vor allem in Brasilien und den USA negativ bemerkbar gemacht. Zuletzt machte die Gruppe aus Ludwigsburg 26 Prozent des Umsatzes in Amerika. Bis 2018 will sie weltweit auf Erlöse von 3,4 Milliarden Euro kommen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg zuletzt um 3,6 Prozent auf 151 Millionen Euro. Unterm Strich standen 102 Millionen Euro.

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Zwei Risiken sieht die Gruppe, die sowohl die Autobranche als auch die Maschinenbauer mit Filtern beliefert: Neben der anhaltenden Finanzkrise in Europa bereiten auch die politischen Unsicherheiten in Russland Sorge.

Profitieren will Mann+Hummel von der Nachfrage nach Filtern für Innenräume – die in Autos oder Kaufhäusern zum Einsatz kommen sollen. „Luftverschmutzung gibt es ja nicht nur in chinesischen Megacities“, erklärte Weber. „Auch in Stuttgart fliegen Pollen und in Paris gab es im März schon Fahrverbote wegen Smog.“ Mann+Hummel arbeite daher an Filtern, die bereits winzigste Schadstoffe in der Luft erfassen können. Im vergangenen Jahr hatte die Gruppe bereits Filter-Experten in China und den USA übernommen.

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