Unternehmen Germanwings-Piloten streiken am Freitag

Ein Airbus A319 von Germanwings

Ein Airbus A319 von Germanwings © Germanwings

Passagiere der Lufthansa-Tochter Germanwings müssen sich auf massive Flugausfälle einstellen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit kündigte für diesen Freitag Streiks an. Über 100 Flüge werden gestrichen.

Nach den gescheiterten Tarifverhandlungen bei der Lufthansa wollen die Piloten der Unternehmenstochter Germanwings am Freitagvormittag streiken. „Die Gespräche sind ergebnislos verlaufen. Es bleibt bei dem für morgen angekündigten Ausstand“, sagte ein Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Es sei vorstellbar, dass es in den kommenden Tagen immer mal wieder zu ähnlichen Ausständen kommen könnte. Zuvor hatte auch die Lufthansa bekanntgegeben, dass die Verhandlungen ergebnislos beendet worden seien.

Nach Cockpit-Angaben sollen alle Germanwings-Flüge am Freitag zwischen 6.00 und 12.00 Uhr an allen deutschen Flughäfen bestreikt werden. Von den 164 Flügen werden demnach 116 gestrichen, teilte Germanwings am Donnerstag in Köln mit. Das seien 70 Prozent aller planmäßigen Flüge. Etwa 15.000 Passagiere könnten daher wegen des Streiks der Pilotengewerkschaft ihren Flug nicht antreten.

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Erstattungen und Umbuchungen

Betroffen seien vor allem innerdeutsche Flüge. Hingegen sollen die Verbindungen in Urlaubsgebiete stattfinden. Dafür setze Germanwings auch Piloten ein, die sonst im Management der Airline tätig sind. Zudem sollen bei anderen Gesellschaften Flugzeuge gemietet werden.

Hintergrund des Konflikts bei Europas größter Airline ist der Streit um die Übergangsrente für die 5400 Piloten bei Lufthansa, Germanwings und Lufthansa Cargo. Im Schnitt gehen Lufthansa-Kapitäne derzeit mit knapp 59 Jahren in den vom Unternehmen bezahlten Vorruhestand. Lufthansa will das durchschnittliche Eintrittsalter schrittweise auf 61 Jahre erhöhen.

Die Lufthansa-Tochter bat alle Fluggäste, auf www.germanwings.com den aktuellen Status ihres Fluges zu prüfen. Dort würden die neuesten Informationen regelmäßig veröffentlicht. Bei abgesagten Flügen könnten die Betroffenen ihren Flug kostenlos stornieren oder umbuchen.

1 Kommentar
  • ingo ullrich 29. August 2014 06:37

    nun ich habe den Eindruck die Herren denken noch in Zeiten als fliegen noch etwas besonderes war….die Herren sollten darüber nachdenken was ist, wenn fliegen wieder etwas besonderes wird

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