Unternehmen German Startups Group will an die Börse

Christoph Gerlinger (r.) ist Chef der German Startups Group,  Nikolas Samios (l.) Chief Operating Officer (COO).

Christoph Gerlinger (r.) ist Chef der German Startups Group, Nikolas Samios (l.) Chief Operating Officer (COO).© German Startups Group

Die German Startups Group plant den Gang aufs Börsenparkett. Der Berliner Venture-Kapitalgeber ist bereits an einigen großen deutschen Start-ups beteiligt – und will neues Geld in junge Unternehmen investieren.

Die German Startups Group, eine Beteiligungsgesellschaft für Start-ups in Berlin, will an die Börse. Der Erlös aus dem Börsengang soll innerhalb der nächsten zwei Jahre für den Erwerb von Anteilen an Start-ups verwendet werden, wie das Unternehme am Montag mitteilte. Bisher hält die German Startups Group Beteiligungen an einigen der größten deutschen Start-ups, wie dem Lieferservice Delivery Hero (in Deutschland heißt das Start-up Lieferheld), dem Brillenhändler Mister Spex und der Musikplattform Soundcloud.

Insgesamt ist die Gesellschaft derzeit an 40 Unternehmen beteiligt und gehört damit drei Jahre nach ihrer Gründung zu den aktivsten Risikokapitalgebern in Deutschland. Der Fokus liegt auf Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen an innovativen Start-ups mit internetbasierten Geschäftsmodellen im deutschsprachigen Raum. Anders als typische Venture-Capital-Fonds mit begrenzter Laufzeit finanziere und begleite die German Startups Group ihre Portfoliounternehmen langfristig, hieß es.

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Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Jahresüberschuss von 1,4 Millionen Euro (2013: 176.000 Euro). In der Zeit vom 1. Juli 2012 bis 31. März 2015 sei eine Brutto-Rendite von 30,5 Prozent p.a. auf das durchschnittlich investierte Kapital erwirtschaftet worden.

Anleger können indirekt in Start-ups investieren

Anders als bisher will die German Startups Group künftig verstärkt auch Mehrheitsbeteiligungen erwerben. „Angesichts unserer sehr guten Marktposition, Reputation und Bekanntheit als einer der aktivsten Venture-Capital-Investoren im Tech-Sektor in Deutschland sehe ich mit einem erfolgreichem IPO gute Chancen, die Anteile an ausgewählten Portfoliounternehmen zu erhöhen und unser Portfolio um attraktive Beteiligungen erweitern zu können“, sagte Christoph Gerlinger, Geschäftsführer der Gesellschaft. „Mit diesem Schritt bieten wir gleichzeitig den Anlegern in Deutschland Zugang zu einem aus unserer Sicht sehr attraktiven Marktsegment.“

Die Altaktionäre wollen beim Börsengang alle an Bord bleiben und keine Aktien abgeben. Einen konkreten Termin für den Börsengang gibt es noch nicht. Die Aktien sollen im Entry Standard an der Frankfurter Börse gelistet werden.

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