Unternehmen Schottlands Regierungschef wirft London „Bestechung“ vor

Am 18. September stimmt Schottland über eine mögliche Unabhängigkeit ab.

Am 18. September stimmt Schottland über eine mögliche Unabhängigkeit ab.© Danny Lawson/dpa

Die Schotten stimmen am 18. September über die Zukunft ihres Landes ab. Laut einer Umfrage befürwortet eine Mehrheit die Unabhängigkeit. Nun rührt Großbritannien die Werbetrommel und verspricht Schottland neue Kompetenzen.

Mit der Aussicht auf mehr Eigenständigkeit zum Beispiel in der Steuerpolitik wollen Gegner der Unabhängigkeit Schottlands die Abspaltung des Landes von Großbritannien verhindern. Vertreter der drei größten britischen Parteien – Konservative, Labour und Liberaldemokraten – versprachen am Dienstag in Edinburgh, dass die Machtverschiebung am Tag nach dem Referendum angeschoben werde, wenn die Schotten am 18. September mit „Nein“ abstimmten.

Am Vorabend hatte der frühere Premierminister Gordon Brown (Labour) einen Zeitplan für die sogenannte Devolution vorgestellt. Demnach soll Edinburgh schon im Januar neue Kompetenzen übertragen bekommen.

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Welche dies im Detail sein würden, solle die Regierung in London bis Ende Oktober vorschlagen, dann folge eine Beratungsperiode. Dass London Macht an Edinburgh übertragen werde, hatte Schatzkanzler George Osborne am Sonntag angekündigt.

Schotten werten Angebote aus Großbritannien als Bestechung

Schottlands Regierungschef Alex Salmond von der Nationalpartei SNP bezeichnete den Plan als „Bestechung“. In einer am Dienstag veröffentlichte Umfrage sprachen sich 41 Prozent der Befragten für die Union aus; eben so viele waren dafür, dass Schottland unabhängig wird. Der Rest wollte sich nicht festlegen. Am Wochenende lag in einer Umfrage erstmals die Unabhängigkeitsbewegung ganz knapp vorn.

 

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