Unternehmen Konkurrenz kontert Paketkasten der Deutschen Post

Mit diesen Boxen will sich die Post einen Marktvorteil sichern.

Mit diesen Boxen will sich die Post einen Marktvorteil sichern.© dpa

Vor gut einem Monat startete die Deutsche Post die Vermarktung von eigenen Paketkästen. Die Konkurrenz kritisierte den Alleingang und kontert jetzt mit einem eigenen Projekt: Der Paket-Box.

Mit einer eigenen Paket-Box wollen die Konkurrenten der Deutschen Post ihren Kunden eine Alternative zum kürzlich eingeführten Paketkasten des Marktführers bieten. „Unser Ansatz ist, eine Branchenlösung zu finden“, sagte eine Sprecherin des Paketdienstleisters Hermes am Freitag. Zuvor hatte die „Deutschen Verkehrszeitung“ berichtet, dass sich Hermes, DPD, UPS und GLS zusammenschließen und zügig eine Lösung für einen branchenoffenen Paketkasten finden wollen.

Die Geschäftsführer der Unternehmen begründeten die Initiative mit der Ablehnung der Deutschen Post, ihre Paketkästen für die Konkurrenten zu öffnen. Der Vorstoß der Post sei nicht akzeptabel, sagte die Hermes-Sprecherin weiter. Die Konsumenten könnten nicht für jeden Paketdienst einen Paketkasten in den Vorgarten stellen. Bis zum Jahresende soll ein marktreifes Konzept vorliegen, das auch der Deutschen Post angeboten werden soll. Den Kunden werde keine weitere unvollkommene Lösung angeboten, die Wettbewerber ausschließe.

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Hermes-Chef: Post nutzt Monopolstellung aus

Hermes-Geschäftsführer Thomas Horst hatte der Post vorgeworfen, ihre Monopolstellung auszunutzen, indem sie die Paketkästen nur den Postkunden zur Verfügung stelle. Er forderte die Politik auf, solche Regulierungen im Markt stärker zu prüfen.

Seit Anfang Mai vermarktet die Bonner Konzern bundesweit die Paketkästen, die sich vor allem Eigenheime mit Vorgarten eignen. Sie sind eine weitere Zustelloption, um die wachsende Paketflut durch den boomenden Onlinehandel zu bewältigen. Postvorstand Jürgen Gerdes hatte sie als „größte Revolution seit dem Briefkasten“ bezeichnet, eine Mitnutzung durch Wettbewerber aber strikt ausgeschlossen.

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1 Kommentar
  • Kurt Klötzl 29. Juli 2014 13:13

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wäre es nicht sinnvoll, wenn z.B. Amazon oder alle anderen Konkurrenten dafür sorgen könnten, daß bestellte Ware in den Paketkästen der Besteller sicher abgelegt werden in der Weise, dass

    der Kunde unter dem großen Angebot der Ware auch einen „Paketschlüssel“ als Artikel mitbestellen könnte, kostenpflichtig (dem Kunden sollte es das Wert sein) oder als Service?

    Dieser Paketschlüssel wird in Form eines Barcodeaufklebers auf das zu versendende Paket mit aufgeklebt statt hineingegeben. Der Barcode enthält eine mehrstellige PIN,
    vom Kunden frei gewählt, an seinem Paketkasten programmiert und mitbestellt. Keine Systemumstellung bei Anbietern nötig, nur Aufnahme eines neuen Warenartikels.

    Mein Paketkasten kann diesen Code lesen und dafür sorgen, daß sich das Paketfach dann von jedem Zusteller, der das Paket in Händen hält, öffnen lässt.
    Auch für Retouren geeignet, wenn Abholer den Barcode (auch bei Amazon oder Konkurrenten bestellt) auf dem Abholauftrag hat.

    Die Idee ist doch „EINFACH und GENIAL“, oder??

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