Unternehmen Kräftiges Wachstum: Inlandsnachfrage treibt deutsche Wirtschaft an

Ein Containerschiff im Hamburger Hafen

Ein Containerschiff im Hamburger Hafen© HHLA

Angeschoben von einer kräftigen Inlandsnachfrage hat die deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn Fahrt aufgenommen. Auch das ungewöhnlich warme Winterwetter beflügelte die Konjunktur. Wachstumsbremse war hingegen erneut der Außenhandel.

Die Kauflust von Staat und Verbrauchern sowie steigende Investitionen haben die deutsche Wirtschaft zu Jahresbeginn kräftig in Schwung gebracht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal 2014 auch dank des milden Wetters im Vergleich zum Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,8 Prozent und damit so stark wie seit drei Jahren nicht mehr, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Volkswirte waren für die Monate Januar bis März von einem Zuwachs um 0,7 Prozent ausgegangen.

Damit hat sich der Aufschwung wie erwartet beschleunigt, nachdem die deutsche Wirtschaft zwischen Oktober und Ende Dezember 2013 mit plus 0,4 Prozent nur halb so schnell zugelegt hatte. „Bei diesem kräftigen Wachstum zum Jahresbeginn spielte allerdings auch die extrem milde Witterung eine Rolle“, betonten die Statistiker.

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Inland als Wachstumstreiber

Nach den vorläufigen Berechnungen der Behörde kamen die positiven Impulse im Vorquartalsvergleich ausschließlich aus dem Inland. Sowohl der Staat als auch die privaten Haushalte steigerten ihre Konsumausgaben. Höhere Tariflöhne und die gute Beschäftigung dürften die Kauflust der Verbraucher nochmals angetrieben haben – zumal die niedrigen Zinsen derzeit kaum Sparanreize bieten.

Auch die Investitionen entwickelten sich erfreulich. Sowohl in Bauten als auch in Ausrüstungen floss mehr Geld als im vierten Quartal 2013. Insbesondere die Bauwirtschaft dürfte vom Ausfall des Winters profitiert haben.

Dagegen bremste der Außenhandel das Wirtschaftswachstum. Den vorläufigen Zahlen zufolge wurden zum Jahresbeginn 2014 weniger Waren exportiert als im Schlussquartal 2013, aber deutlich mehr importiert.

Auch im Vorjahresvergleich gewann das Wirtschaftswachstum deutlich an Dynamik. Das preisbereinigte BIP stieg im ersten Quartal 2014 um 2,5 Prozent – so stark wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Im Schlussquartal 2013 war die Wirtschaft auf Jahressicht nur um 1,3 Prozent gewachsen.

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