Unternehmen Kreativwettbewerb: „Es geht nicht nur darum, was Firmen machen, sondern auch wie“

Familienunternehmen verwirklichen den Spagat zwischen Bodenständigkeit und Innovationskraft, sagt Timo Kaapke von der Agentur KAAPKE aus Emstek. Im Kurzinterview erfahren Sie, welche Plakate die Agentur beim Kreativwettbewerb "Familienunternehmen" eingereicht hat - und welches Konzept dahinter steckt.

Das Team von KAAPKE aus Emstek

Das Team von KAAPKE aus Emstek© KAAPKE

Herr Kaapke, „Den Wurzeln treu. Der Zukunft gewachsen“ – was steckt hinter dem Slogan?

Für uns stehen mittelständisch geprägte Unternehmen auf der einen Seite für Bodenständigkeit, auf der anderen Seite für sehr hohe Innovationskraft. Das ist eine ganz besondere Erfolgsmischung. Nicht umsonst sind sie mit ihren Marken in ihren Nischen oft (Welt-)Marktführer.

Bei Erfolg geht es aber nicht nur um die Frage, was Firmen machen, sondern auch um das wie. Und dieses „wie“ ist bei Familienunternehmen sehr stark an typischen Werten orientiert. Daraus haben wir den Claim „Den Wurzeln treu. Der Zukunft gewachsen“ entwickelt. Er soll diese Mischung zum Ausdruck bringen: Die hohe Verbundenheit zu den Mitarbeitern, zu den Regionen und zu den Generationen – aber auch der konsequente Blick nach vorne. Das ist ein Spagat, den wir bei Familienunternehmen verwirklicht sehen, etwas das sie unglaublich attraktiv macht. Darüber kann man dann verschiedene Themen spielen, wie zum Beispiel Ausbildung.

Ist das der größte Gegensatz zu Konzernen?

Ja. Konzerne sind ja auch erfolgreich. Aber es geht, wie gesagt, um das „wie“.


Die Plakate von KAAPKE


Ein paar Worte zu Ihrer Agentur…

Wir sind selbst ein mittelständisches Familienunternehmen, gegründet am Freitag, den 13. Oktober 2000. Meine Ehefrau und ich arbeiten mit einem Hammer-Team – 25 Leute sind wir heute – ­für Marken ausschließlich mittelständisch geprägter Unternehmen.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, wo soll Ihr Plakat hängen?

Ich würde mir wünschen, dass unser Plakat gegenüber der Zentrale eines großen Konzerns hängt ­ und zwar möglichst vis-à-vis des Personaleingangs. Personaleingänge haben nur Konzerne, Mittelständler haben das gar nicht. Da gibt es nur einen Haupteingang, durch den alle gehen dürfen.

 

Sie sind innovativ, bilden aus und prägen ihre Region: Familienunternehmen. Doch in der öffentlichen Wahrnehmung spielen sie bislang nur eine untergeordnete Rolle, auch als attraktive Arbeitgeber stehen sie nur selten im Mittelpunkt.

Das Hamburger Institut für Familienunternehmen, impulse und die Beratung Francis Drake Agenturnavigator wollen mit einem Kreativwettbewerb den Fokus neu justieren. 27 Agenturen haben Plakatvorschläge eingereicht. Eine Jury aus Wissenschaft und Praxis entscheidet über die besten Motive, die in impulse abgedruckt werden.

Auch Ihre Meinung ist gefragt: impulse kürt zusätzlich einen Publikumspreis aus. Auf der Website stellen wir jeden Tag ein Plakat vor. Ab dem 20. Oktober können Sie dann hier für Ihren Favoriten stimmen.

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