Unternehmen Kreativwettbewerb: „Familienunternehmen konzentrieren sich auf ihre Produkte“

impulse.de stellt jeden Tag ein Plakat und die Köpfe dahinter vor. Dieses Mal: Lothar Eberhardt von der Hamburger Agentur reflexblue.

Herr Eberhardt, „Wachstum für Generationen“ – was steckt dahinter?

Das langfristige Wachstum zeichnet die Familienunternehmen aus unserer Sicht aus. Sie wachsen und gedeihen, entwickeln sich weiter, werden alt und pflanzen sich fort. Ein schönes Symbol für dieses Wachstum ist der Baum. Deswegen haben wir den Wald als Motiv für das Plakat ausgewählt. Die Bodenständigkeit gehört zum Selbstverständnis von Familienunternehmen ebenso wie die Nachhaltigkeit. Sie sind auf lange Zyklen und Wertschöpfung angelegt, damit man sie an kommende Generationen weitergeben kann.

Wo sehen Sie den Unterschied zwischen Konzernen und mittelständisch geprägten Familienunternehmen?

Familienunternehmen haben eine hohe Kompetenz für ihr Handwerk und ihre Produkte. Sie agieren zurückhaltender und konservativer als Konzerne. Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass Entscheidungen von Familienunternehmern bauchorientierter und weniger strategisch getroffen werden. Bei ihnen entscheidet das Gefühl. Zugleich sind sie bei ihren Strategien vorsichtiger, denn es steht viel auf dem Spiel, schließlich soll das Unternehmen noch an die Erben weitergegeben werden.

Warum sind Familienunternehmen so wenig in der Öffentlichkeit präsent?

Ich denke, dass Familienunternehmen vor allem ihre Produkte und Dienstleistungen optimieren und sich deshalb weniger auf die Außenwirkung konzentrieren. Die Ressourcen für Strategie und Marketing sind bei ihnen begrenzter als in großen Konzernen.


Das Plakat von reflexblue:

generationen


Ein paar Worte zu Ihrer Agentur …

Die Agentur reflexblue haben Sabine Schnell und ich gemeinsam 2005 in Hamburg gegründet. Unsere Zielgruppe sind mittelständische Familienunternehmen, die Branchen sind jedoch sehr unterschiedlich und reichen von Kultur bis zum Handwerk. Hauptsächlich arbeiten wir mit freien Mitarbeitern für die Kampagnen zusammen. Das Plakat für die Familienunternehmen habe ich mit dem Texter Andreas Donder erarbeitet.

Wo soll das Plakat hängen?

In Einkaufszonen und Einkaufszentren. Das Plakat sollte dort hängen, wo möglichst viele Menschen vorbeikommen. Die Wahrnehmung von Familienunternehmen soll durch die Plakate verändert werden, mit Substanz gefüllt werden. Derzeit werden sie eher romantisch wahrgenommen. Zum Beispiel wie ein guter Patriarch, der für seine Kinder sorgt.

Sie sind innovativ, bilden aus und prägen ihre Region: Familienunternehmen. Doch in der öffentlichen Wahrnehmung spielen sie bislang nur eine untergeordnete Rolle, auch als attraktive Arbeitgeber stehen sie nur selten im Mittelpunkt.

Das Hamburger Institut für Familienunternehmen, impulse und die Beratung Francis Drake Agenturnavigator wollen mit einem Kreativwettbewerb den Fokus neu justieren. 27 Agenturen haben Plakatvorschläge eingereicht. Eine Jury aus Wissenschaft und Praxis entscheidet über die besten Motive, die in impulse abgedruckt werden.

Auch Ihre Meinung ist gefragt: impulse lobt zusätzlich einen Publikumspreis aus. Auf der Website stellen wir jeden Tag ein Plakat vor. Ab dem 20. Oktober können Sie dann hier für Ihren Favoriten stimmen.

1 Kommentar
  • Name Sigrid Lührs 22. Oktober 2014 18:30

    Eindrucksvoller Baum , gut getroffen für für die Headline.
    Für Einkaufszentren genau der richtige Platz!!

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