Unternehmen Kreativwettbewerb: „Seine Familie kann man sich nicht aussuchen – zumindest nicht die eigene“

"Wir wollen den Betrachter auf etwas andere Art und Weise mit dem Begriff 'Familie' konfrontieren", sagt Ursula Schneider von GROSSE LIEBE aus Hamburg. Im Kurzinterview erfahren Sie, welche Plakate die Agentur beim Kreativwettbewerb "Familienunternehmen" eingereicht hat - und welches Konzept dahinter steckt.

Das Team von GROSSE LIEBE

Das Team von GROSSE LIEBE   ©GROSSE LIEBE


 

„Seine Familie kann man sich nicht aussuchen – zumindest nicht die eigene“ – was steckt hinter dem Slogan?

Bei diesem Projekt sind wir ungewöhnlich vorgegangen. Wir haben Kreativen, die bislang noch keine Kreativverantwortung übernommen haben, die Chance gegeben, in Eigenregie Entwürfe zu entwickeln.

Bei der Familienaufnahme ging es darum, den Betrachter auf etwas andere Art und Weise mit dem Begriff „Familie“ zu konfrontieren. Wir wollten zeigen, was Familie im Sprachgebrauch bedeuten kann – und was es bei Familienunternehmen vielleicht nicht bedeutet. Das Plakat soll auch veranschaulichen, dass wir immer die Wahl haben, zu dem Familienunternehmen zu gehen, zu dem wir wirklich möchten. Diese Wahlfreiheit macht Deutschland auch etwas spannender.

Sie haben noch zwei weitere Motive eingereicht, wie „Gegründet, um zu bleiben“…

Unser Wirtschaftssystem wird immer schnelllebiger. Und es wird immer deutlicher, dass die Konstanz, die ja letzten Endes das Rückrat der deutschen Wirtschaft bildet, zum großen Teil von den Familienunternehmen stammt. Gerade deswegen sollten wir Familienunternehmen nicht unterschätzen.


Die Plakate von GROSSE LIEBE


Und das dritte Plakat „In Deutschland ist Wirtschaftskraft Familiensache“?

Das ist auch wieder ein Hinweis auf die unterschätzte Kraft der Familienunternehmen. Es geht darum, genau diese Wahrnehmung herauszukitzeln: Schau, der Motor in Deutschland ist eigentlich ein ganz andere, als Du denkst.

Welchen Unterschied sehen zwischen mittelständischen Betrieben und Konzernen?

Das Wort Mittelstand ist in Deutschland ja ein sehr dehnbarer Begriff. Ich bin manchmal überrascht, welche Unternehmen sich noch als Mittelständler bezeichnen. Generell ist es so, je menschlich nahbarer ein Unternehmen geleitet wird, desto lebendiger agiert es. Konzerne sind etwas schwerer manövrierbar.

Ein paar Sätze zu Ihrer Agentur…

Wir sind eine inhabergeführte Agentur und gehen jetzt in unser drittes Jahr. Unser Team umfasst mittlerweile knapp 50 Leute.

Wo möchten Sie Ihre Plakate hängen sehen?

Gerne „Out of Home“ und in einem produzierenden Teil der Stadt.

 

Sie sind innovativ, bilden aus und prägen ihre Region: Familienunternehmen. Doch in der öffentlichen Wahrnehmung spielen sie bislang nur eine untergeordnete Rolle, auch als attraktive Arbeitgeber stehen sie nur selten im Mittelpunkt.

Das Hamburger Institut für Familienunternehmen, impulse und die Beratung Francis Drake Agenturnavigator wollen mit einem Kreativwettbewerb den Fokus neu justieren. 27 Agenturen haben Plakatvorschläge eingereicht. Eine Jury aus Wissenschaft und Praxis entscheidet über die besten Motive, die in impulse abgedruckt werden.

Auch Ihre Meinung ist gefragt: impulse kürt zusätzlich einen Publikumspreis aus. Auf der Website stellen wir jeden Tag ein Plakat vor. Ab dem 20. Oktober können Sie dann hier für Ihren Favoriten stimmen.

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