Unternehmen Krim-Krise lässt deutschen Arbeitsmarkt kalt

Azubi bei Schweißarbeiten

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Die Arbeitsagenturen blicken im März etwas pessimistischer auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes als in den Vormonaten. Eine massive Auswirkung der Krim-Krise auf die Beschäftigung in Deutschland erwarten Experten jedoch nicht.

Die Aussichten auf dem deutschen Arbeitsmarkt haben sich erstmals seit fünf Monaten wieder leicht eingetrübt. Die Chefs der 156 Arbeitsagenturen sähen die Entwicklung nicht mehr ganz so optimistisch wie in den zurückliegenden Wintermonaten, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung am Donnerstag in Nürnberg mit. Das auf Basis der Agentur-Umfrage monatlich ermittelte Arbeitsmarktbarometer sank im März um 0,6 Zähler auf 101,8 Punkte.

Trotz des Dämpfers bewege sich der Frühindikator für die Arbeitsmarktentwicklung in den kommenden drei Monaten weiterhin auf einem „guten Niveau“, so das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit. „Die Arbeitsagenturen gehen von einem moderaten Rückgang der Arbeitslosigkeit aus, sind aber etwas weniger optimistisch als in den Vormonaten“, kommentierte der IAB-Arbeitsmarktforscher Enzo Weber die jüngsten Daten.

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Trotz der leicht eingetrübten Stimmung der deutschen Wirtschaft wegen des Ukraine-Konflikts blieben die Aussichten auf dem deutschen Arbeitsmarkt unverändert gut, sagte Weber. Er geht weiterhin davon aus, dass die Arbeitslosen „in diesem Jahr stärker von dem Job-Boom in Deutschland profitieren werden als im letzten Jahr“. Ein Problem stelle weiterhin der hohe Anteil Geringqualifizierter dar. Auch gebe es mit rund einer Million immer noch zu viele Langzeitarbeitslose.

 

 
ZUM THEM KRIM-KRISE

Auf impulse.de:

Der Unternehmer Stefan Dürr hat sich seit Anfang der 90er Jahre ein riesiges Agrarunternehmen in Russland aufgebaut. Im impulse-Interview spricht er über die Krise zwischen Moskau und dem Westen, die Stimmung in Russland – und mögliche Konsequenzen für deutsche Firmen.

Der Rubel ist angesichts der Krim-Krise auf Talfahrt, für ihn gibt es immer weniger Euro oder Dollar. Wer nach Russland exportiert, spürt das schmerzlich. Und auch härtere Sanktionen sind nicht vom Tisch. Eine Überblick über die Autobranche.

 
Im Web:
 
Spiegel Online: So eng sind Deutschland und Russland verwoben
carnegieeurope.eu: Haltung einzelner EU-Staaten gegenüber Sanktionen
Newsblog der Süddeutschen Zeitung zur Krim-Krise

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