Unternehmen Kuriose Neuentwicklung: Amazon führt Bestellknöpfe für Haushaltswaren ein

Per Knopfdruck zum Waschmittel-Nachschub. Den Bestellknopf Amazon Dash sollen die Kunden genau dort anbringen, wo sie die Produkte verwenden.

Per Knopfdruck zum Waschmittel-Nachschub. Den Bestellknopf Amazon Dash sollen die Kunden genau dort anbringen, wo sie die Produkte verwenden.© Youtube

Per Knopfdruck zum Waschmittel-Nachschub. Wenn sich die Idee von Amazon durchsetzt, dann erübrigt sich demnächst der Gang in den Supermarkt. Mit dem Bestell-Button Amazon Dash können Kunden Waschmittel oder Kaffee ohne Computer oder Smartphone nachordern.

Klopapier, Windeln, Kaffee sind fast alle? In Zukunft kann man einfach per Knopfdruck Nachschub ordern – zumindest wenn sich die Idee des Online-Händlers Amazons durchsetzt. In den USA experimentiert der weltgrößte Online-Händler mit Knöpfen zum Nachbestellen von Artikeln.

Die so genannten Dash-Buttons sind etwa so groß wie Klingelknöpfe an der Haustür und können überall im Haushalt verteilt werden: zum Beispiel an der Waschmaschine ein Knopf für Waschmittel, im Bad Knöpfe für Creme, in der Küche Knöpfe für Nudeln oder Wasserflaschen.

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257 Produkte im Test bestellbar

Über WLAN können sich die Buttons mit dem Internet verbinden – wer drückt, bestellt bei Amazon neue Ware. Welche, lässt sich mit dem Handy konfigurieren. Die Buttons werden auf die Geräte geklebt, die eingebaute Batterie soll mehrere Jahre lang halten.

An dem Test nehmen 18 Markenhersteller teil: Bestellt werden können unter anderem „Bounty“-Küchenrolle, „Gilette“-Rasierklingen und „Kraft“-Macaroni&Cheese – insgesamt 257 Produkte. Ausgewählte Amazon-Prime-Kunden in den USA können den Service jetzt testen.

Kein Aprilscherz

Die Meldung sorgte am 1. April für Furore – und wurde dann auch von vielen erst einmal für einen Aprilscherz gehalten. Ist sie aber nicht, beteuert der Konzern.

„Manche Leute werden denken, dass Knöpfe eine dumme Idee sind“, räumte eine Amazon-Sprecherin im „Wall Street Journal“ ein. Und Amazon glaube auch nicht, dass es Haushalte voller solcher Knöpfe geben werde. Aber für häufig bestellte Artikel könne das sinnvoll sein.

Denn wo fällt am ehesten auf, dass das Klopapier zur Neige geht? Natürlich im Bad. Und Amazon ist daran gelegen, dass der Gedanke „Hoppla, ich müsste mal wieder neues Klopapier kaufen“ unmittelbar in einen Einkauf mündet. Ist der Vorrat nämlich erst einmal aufgebraucht, mag keiner warten, bis das Amazon-Paket eingetroffen ist. Dann sorgen die Kunden lieber schnell im Supermarkt für Nachschub – und dem Online-Händler entgeht Umsatz.

au/dpa
 

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